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Nachfragerückgang

Opel-Werk in Rüsselsheim trotzt Konjunkturflaute

(bo/ddp-hes). Wegen des spürbaren Nachfragerückgangs stoppt der Autohersteller General Motors (GM) an fast allen europäischen Standorten vorübergehend die Produktion. Die Herstellung werde vom 20. bis zum 31. Oktober in allen Werken bis auf Rüsselsheim eingestellt, wie der Konzernbetriebsrat der GM-Tochter Opel am Dienstag mitteilte. In Rüsselsheim laufe gerade der Insignia an. Zu GM gehören unter anderem die Marken Opel und Saab.

Nach Betriebsratsangaben wird damit das Produktionsprogramm um 40
000 Einheiten reduziert. Die Betriebsräte der betroffenen Standorte
seien über diese Maßnahme vorher nicht informiert worden. Deswegen
habe das europäische GM-Arbeitnehmerforum bereits rechtliche Schritte
eingeleitet. Die Arbeitnehmervertreter würden die einseitige
Vorgehensweise des Managements nicht akzeptieren, kritisierte der
Betriebsrat . Sie seien der Meinung, dass die schwierige Situation nur
gemeinsam mit den Beschäftigten gelöst werden könne.

Die «Bild»-Zeitung (Dienstagausgabe) hatte unter Berufung auf
Konzernkreise berichtet, dass im Bochumer Werk bereits in dieser
Woche keine Autos gebaut werden. Betroffen seien knapp 5000
Beschäftigte. Der Herstellungsstopp werde unter anderem über den
Abbau von Überstunden auf Arbeitszeitkonten abgegolten. Kündigungen
habe es nicht gegeben.

Opel hat in Deutschland seinen Hauptsitz in Rüsselsheim. Weiterer
Standort neben Eisenach und Bochum ist Kaiserslautern. Ein Testcenter
befindet sich im rheinland-pfälzischen Dudenhofen. Die europäischen
Werke von GM befinden sich unter anderem in Saragossa (Spanien),
Antwerpen (Belgien), Gleiwitz (Polen), Wien (Österreich) und Luton
(Großbritannien).

(rheinmain)


 


 

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