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Otto Beisheim School of Management

„Die Soziale Marktwirtschaft vor globalen Herausforderungen“

Die soziale Marktwirtschaft sei heute in aller Munde, doch nur wenige wüssten um ihre Bedeutung und ihre ethische Zielsetzung. Durch die Finanzkrise sei die Verwirrung noch gewachsen. Dies sagte Prof. Dr. Bernhard Vogel, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politiker und ehemaliger Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz eingangs seines Vortrags an der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar. „Die soziale Markt-wirtschaft vor globalen Herausforderungen“ war Gegenstand des Vortrags im Rahmen der Speakers‘ Series des Studium Generale.

Prof. Dr. Vogel stellte klar, dass die soziale Marktwirtschaft von ihren Gründervä-tern aus einem humanistischen Menschenbild heraus entwickelt wurde. Weder sei sie mit einem ungeregelten Liberalismus noch mit einer strikten Lenkung menschli-cher Aktivitäten gleich zu setzen. Immer bedürfe sie jedoch lenkender Regeln und Sanktionen, damit diese Regeln auch eingehalten werden. Dabei sei zugleich ein Höchstmaß an Freiheit zu gewähren. „Der Markt muss durch solche Regeln in Ordnung gehalten werden“, führte Vogel aus.

Eine besondere Aufgabe stelle die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft für die Wirtschaftsverfassung dar. Eine Weltregierung, die eine solche Verfassung mit Autorität einführe, sei auf Generationen hin undenkbar und nicht erstrebenswert. Hingegen müsse von Deutschland aus für das Modell der sozialen Marktwirtschaft geworben werden, so dass es in anderen Staaten wegen seiner Problemlösungen auch für die Betätigung des Einzelnen als attraktiv erkannt und übernommen wer-de. Hier liege eine große politische Aufgabe. Sie sei umso schwieriger, als eben nicht völlig neu begonnen werden könne, sondern ein Umbau vorhandener Syste-me zu erfolgen habe. Bildung und Erziehung komme in diesem Prozess eine be-sondere Bedeutung zu, weil sie Grundlagen für die Kritik ebenso legen wie für die Weiterentwicklung eines niemals abgeschlossenen Systems der sozialen Marktwirtschaft.

Die Speakers‘ Series mit Vorträgen von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft ist ebenso wie das UNO-Planspiel und das Seminar "Unternehmensfüh-rung und Gemeinsinn" Teil des Heraeus-Quandt-Forums innerhalb des Studium Generale an der WHU. Das Forum wurde mit der Herbert Quandt- Stiftung ins Leben gerufen und seit Jahren maßgeblich finanziell unterstützt. Seit Herbst 2008 wird es zudem von der Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff-Stiftung wesentlich mit getragen. Bei der Speakers‘ Series traten unter anderem bereits Bischof Wolf-gang Huber (Evangelische Kirche in Deutschland), Wolfgang Gerhardt (FDP) und Prof. Götz Werner (dm) als Redner auf.

Das Studium Generale fördert die Entwicklung sozialer, methodischer, kultureller und gesellschaftspolitischer Kompetenzen der Studenten. Es behandelt Themen aus den drei Bereichen "Wirtschaftsethik", "Methoden und Techniken" sowie "Ge-schichte, Kultur, Politik, Technik und Wissenschaft". Die WHU hat seit ihrer Grün-dung 1984 den Anspruch, zukünftige Führungskräfte der Wirtschaft auszubilden, die im Berufsleben persönlich erfolgreich und zum Wohle von Unternehmen und Gesellschaft tätig sein können.

WHU – Otto Beisheim School of Management:25 years of Excellence in Management Education

Die WHU – Otto Beisheim School of Management ist eine international ausgerichtete, privat finanzierte Wirtschaftshochschule. 2009 feiert die Hochschule ihr 25-jähriges Bestehen. Inzwischen gehört die WHU zu den renommiertesten deutschen Wirtschaftshochschulen und genießt auch international hohes Ansehen.

Seit ihrer Gründung ist die WHU Vorbild für zukunftsorientierte Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft. Das Studienangebot umfasst ein Bachelor- und Masterprogramm, ein Vollzeit-MBA-Studium, das Kellogg-WHU Executive MBA-Programm und den Bucerius/WHU Master of Law and Business (MLB). Damit werden zurzeit 645 Programmteilnehmer sowie 235 Promotionsstudenten jähr-lich erreicht. Hinzu kommen maßgeschneiderte Programme für Führungskräfte, die sich den individuel-len Bedürfnissen der Unternehmen anpassen.

Die WHU besitzt das Promotions- und Habilitationsrecht. Ihr internationales Netzwerk umfasst über 150 Partnerhochschulen zum Austausch von Dozenten und Studenten sowie Forschungskooperationen auf allen Kontinenten. Die WHU lässt sich regelmäßig durch EQUIS und FIBAA zertifizieren und ist Mitglied der renommierten Akkreditierungsinstitution AACSB – das garantiert eine exzellente Qualität von Lehre und Forschung sowie einen hohen Grad an Internationalisierung.

Als einzige deutsche Privathochschule gehört die WHU außerdem der Deutschen Forschungsgemein-schaft (DFG) an. In nationalen wie internationalen Ranglisten nimmt die WHU – Otto Beisheim School of Management stets Spitzenplätze ein – zuletzt beim Personaler-Hochschulranking 2009 der Wirt-schaftswoche sowie beim Handelsblatt Forschungsranking 2009.

Für ihre Innovationskraft wurde die WHU außerdem von der Standortinitiative „Land der Ideen“ zum „ausgewählten Ort 2009“ ernannt.

Für die Zukunft verfolgt die WHU eine konsequente Wachstumsstrategie. Die Zahl der Lehrstühle wird sich bis 2011 auf 30, die der Studenten auf 800 erhöhen. Ziel der WHU ist es, ihre Position unter den Top-Hochschulen Europas weiter zu festigen.

Pressekontakt:

WHU – Otto Beisheim School of Management

Martina Kaup, Head of Public Relations

Tel.: +49 261 6509-540
Fax: +49 261 6509-549
E-Mail: [email protected]

(Redaktion)


 


 

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