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  • 13.11.2017, 14:38 Uhr
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Personal

Einstellungsgespräch: Auch Personaler müssen Acht geben

Für ein Unternehmen ist es enorm wichtig, dass die HR-Abteilung gute und geeignete Mitarbeiter findet. Vorstellunggespräche sind ein wichtiger Bestandteil der Suche. Sie verfolgen allerdings nicht nur den Zweck, fähige Mitarbeiter zu rekrutieren, sondern dienen auch dazu, ein spezifisches Bild des Unternehmens nach außen zu tragen. Für das gesprächsführende Personal ist es deshalb ebenso wichtig, sich professionell zu präsentieren, wie für den Anwärter auf den neuen Job.

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Ein Gespräch hat Außenwirkungen

Bewerber erhalten im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs einen teils sehr umfangreichen Einblick in die Arbeit und die Funktionsweise eines Unternehmens. Auch wenn das Gespräch manchmal nur eine Stunde Zeit in Anspruch nimmt, gewinnt der Anwärter einen entscheidenden Eindruck über die Firma. Diesen Eindruck trägt er in die Außenwelt, spricht mit anderen darüber, äußert sich vielleicht sogar über soziale Netzwerke in der Öffentlichkeit. Demnach ist es wichtig, dass Personaler beim Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck hinterlassen.

  • Bedenken Sie, dass jedes Bewerbungsgespräch eine Außenwirkung hinterlässt. Im positiven Fall kann das eine werbliche Maßnahme sein, die die Marke des Unternehmens stärkt. Ein schlechtes Gespräch hingegen kann die Firmenmarke schwächen und dazu führen, dass ein qualifizierter Mitarbeiter die Stelle aufgrund seiner gewonnenen Eindrücke ablehnt.

Professionalität beginnt bei der Begrüßung

Bereits bei der Begrüßung formt sich beim Bewerber ein Bild über Gesprächspartner und Unternehmen. Kleidung spielt bei der Wahrnehmung des Gegenübers eine wichtige Rolle. Hochwertige Qualität, die man auch mühelos im Internet besorgen kann, sichern ein seriöses Auftreten des Personalers. Dieses ist einer der entscheidenden Faktoren für den ersten Eindruck auf den Bewerber. Er formt diesen binnen Sekunden, wobei er Auftreten des Personalers inklusive Kleidung, Bewegung sowie Mimik, Gestik und Sprache (Stimme) registriert und unwillkürlich bewertet. Fällt etwas negativ auf oder weicht von den Erwartungen ab, wird sich der Bewerber später daran erinnern.

  • Für den ersten Eindruck sind vor allem äußerliche Merkmale entscheidend. Dazu zählen Kleidung, Körpersprache, Sprache und auch der Geruch. Ist der erste Eindruck geformt, ist es oft schwer, ihn zu revidieren.

Auch die Art der Begrüßung ist enorm wichtig, denn sie entscheidet darüber, ob sich der erste Eindruck des Bewerbers festigt oder er diesen in Frage stellt. Ein Lächeln erweckt Sympathie, ein begrüßender Handschlag muss nach Knigge-Regeln vom Personaler ausgehen. Der Händedruck sollte ausgewogen sein, also nicht zu fest und nicht zu seicht. Die Hände zu schütteln ist zu vermeiden.Während man dem Bewerber die Hand reicht, stellt man sich mit Namen vor. Nennt der Bewerber seinen Namen, ist es ratsam, diesen im Rahmen eines Satzes noch einmal zu wiederholen. So geht man sicher, dass der Name korrekt verstanden wurde. Darüber hinaus hilft die bloße Wiederholung, sich während des Gespräches an den Namen zu erinnern. Auch das ist ein wichtiges Kriterium dafür, wie der Bewerber das Gespräch beurteilt.

Kurz und knapp:

Personaler sollten auf folgende Dinge achten:

  • Ist die Kleidung der Situation angemessen und passt zum Image des Unternehmens?
  • Ist die Kleidung sauber und zur Person passend?
  • Wie wirkt meine Körpersprache? Eine seriöse Haltung, ein selbstbewusster Gang, freundliche oder neutrale Mimik und Gestik sowie eine angemessene Distanz sind wichtig.
  • Wie kommt meine Sprache beim Gegenüber an? Zu achten ist auf Stimmlage, Lautstärke sowie Dialekt und Wortwahl.
  • Wie begrüße ich den Bewerber? Ein Handschlag und ein Lächeln sind obligatorisch für einen positiven und kommunikativen Auftritt.

Struktur ist wichtig

Ein chaotisches Gespräch und der Anschein, man habe sich schlecht vorbereitet, wirken negativ auf den Bewerber. Sie führen entsprechend dazu, dass das Unternehmen als chaotisch und unprofessionell wahrgenommen wird. Auch der Raum, in dem das Gespräch geführt wird, hinterlässt einen Eindruck. Für eine positive Wirkung muss sich der Bewerber in einer angenehmen Atmosphäre befinden. Deshalb sollte der Raum ordentlich und sauber sein, zudem hell und ruhig.

Der Raum und die Atmosphäre nützen jedoch wenig, wenn die Unterhaltung schlecht ist. Es ist wichtig, das Gespräch möglichst individuell vorzubereiten. Ein Fragenkatalog mit rotem Faden ist hilfreich, um relevante Informationen zu besprechen, aber auch, um Struktur in das Gespräch zu bringen. Auch die Art der Fragen ist entscheidend. Führende Fragen beispielsweise können schnell unprofessionell wirken. Wer sich während des Gespräches Notizen macht, kann unmittelbare Eindrücke schriftlich festhalten. Während des Dialogs sollte man den Bewerber ausreden lassen und allenfalls einschreiten, wenn er oder sie weit vom Thema abweicht.

  • Struktur im Gespräch ist wichtig für eine positive Wirkung. Auch die Räumlichkeit, in der die Unterhaltung stattfindet, sollte eine angenehme Atmosphäre für den Bewerber bieten.

(Redaktion)


 


 

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