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Einzigartig in Hessen

Qualitätsstandards der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken zum zweiten Mal rezertifiziert

Die Dr. Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) in Wiesbaden haben das Zertifizierungsverfahren nach KTQ (Kooperation für Transparenz im Gesundheitswesen) bereits zum dritten Mal erfolgreich durchlaufen: Nach der ersten Zertifizierung im Jahr 2003 erhielten sie nun als erstes kommunales Großkrankenhaus in Hessen die zweite Re-Zertifizierung. Obwohl immer strengere Kriterien angelegt werden, sind die HSK aktuell noch besser bewertet worden als zuvor, da sie Optimierungsansätze konsequent umgesetzt haben. Das Verfahren der KTQ bewertet und zertifiziert die Qualitätsstandards in Krankenhäusern. Dabei handelt es sich um das einzige solcher Verfahren in Deutschland, das von Praktikern speziell für Krankenhäuser entworfen wurde. Als Pilotkrankenhaus waren die HSK von 2000 bis 2003 in die Entwicklung des Kriterienkatalogs der KTQ eingebunden.

Von der Vorbereitung eines stationären Aufenthaltes bis zur Entlassung: Die KTQ-Zertifizierung bewertet die Qualität der gesamten Leistung eines Krankenhauses und legt dabei besonderes Augenmerk auf effektive und gleichzeitig patientenfreundliche Abläufe. Ist ein Krankenhaus nach dem Kriterienkatalog der KTQ zertifiziert, kann alle drei Jahre eine Re-Zertifizierung erfolgen. Nach einer ersten Re-Zertifizierung im Jahr 2006 erhielten die HSK nun erneut das begehrte Prüfsiegel. „Auf die zweite Re-Zertifizierung sind wir besonders stolz, da das Verfahren im Laufe der Jahre immer anspruchsvoller geworden ist“, stellt Prof. Dr. Jürgen E. Schmitz, medizinischer Geschäftsführer der HSK fest. „Die Bewertung einzelner Leistungen und Prozesse wird immer strenger.

Waren früher beispielsweise nur Ideen für Verbesserungen gefragt, müssen heute Nachweise erbracht werden.“ Im gerade abgeschlossenen Verfahren haben die HSK sogar besser abgeschnitten als bei der vergangenen Re-Zertifizierung“, freut sich Pflegedirektorin Eva Magdalene Becker. Außer den HSK besitzt zur Zeit nur ein weiteres kommunales Großkrankenhaus in Deutschland eine zweite Re-Zertifizierung nach dem KTQ-Verfahren. In Hessen sind die HSK das einzige kommunale Krankenhaus, das die zweite Re-Zertifizierung erfolgreich bestanden hat und damit den Willen zur permanenten Verbesserung kontinuierlich unter Beweis stellt.

Die HSK wurde fünf Tage lang durch ein Zertifizierungsgremium, bestehend aus drei unabhängigen Visitoren der KTQ, anhand eines Kriterienkatalogs überprüft. Zu den darin enthaltenen Kategorien gehören Patientenorientierung im Krankenhaus, Sicherstellung der Mitarbeiterorientierung, Sicherheit im Krankenhaus, Informationswesen, Krankenhausführung und Qualitätsmanagement. Bei der Überprüfung wurden zahlreiche Stärken der HSK festgehalten, etwa als medizinisches Kompetenzzentrum mit onkologischem Schwerpunkt. Auch in der Umsetzung innovativer Konzepte - wie beispielsweise der Kurzzeitchirurgie durch das „Minimal Invasive Therapy Centre“ (MITC) in der Wilhelm-Fresenius-Klinik – belegen die HSK ihre Kompetenz. Außerdem werden neue Wege beschritten, um optimale Prozesse durch die Einführung von sogenannten „Case-Managern“ zu erzielen. In den klinischen Bereichen ist die konstruktive und gute Zusammenarbeit der Berufsgruppen augenfällig.

Das MITC ist ein Pilotprojekt, in dem auf einer speziell ausgestatteten Station neue Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen erprobt werden. Ziel ist es, eine schnelle Genesung und damit kurze Verweildauer von Patienten zu erreichen und die Operationssäle der HSK besser auszulasten. Optimierung ergibt sich auch durch die Case-Manager, die Anfang 2008 auf jeder Station der HSK ihre Arbeit aufgenommen haben. Durch die Vernetzung stationärer und ambulanter Behandlung und die optimale Verzahnung der gesamten medizinischen Behandlungskette sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf im Krankenhaus – von der Aufnahme des Patienten bis zu seiner Entlassung. Dadurch konnten finanzielle Ressourcen eingespart und Flurbetten deutlich reduziert werden. Auch durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen wurden Abläufe verbessert, stets mit dem Bestreben, die bestmögliche Versorgung für den Patienten zu gewährleisten.

Neben allen dokumentierten Stärken gibt es natürlich auch in den HSK noch Verbesserungspotenzial. So sollen zum Beispiel die stationären Wartezeiten weiter reduziert werden, was durch das neue Patiententransport- und Logistikkonzept bereits erreicht wurde. Anfang 2009 ist auf ein Logbuchsystem umgestellt worden, das in der Koppelung mit anderen Systemen in der Klinik, wie beispielsweise KLAU („Klinischer Auftrag“), jedoch noch effektiver werden soll.
Verbessern wollen sich die HSK ebenfalls in puncto sprachlicher Verständlichkeit der Patienten-Aufklärungsbögen, um den multikulturellen Entwicklungen Rechnung tragen zu können. Durch die neu eingeführte digitalisierte Version der Bögen zur Patienten- und OP-Sicherheit werden diese neben Englisch, Türkisch und Arabisch zukünftig auch in verschiedenen romanischen und osteuropäischen Sprachen aktuell zur Verfügung stehen.

Die offizielle KTQ-Zertifikatsübergabe findet im Rahmen einer Feierstunde am Montag, den 9. November 2009 ab 14.30 Uhr im großen Hörsaal des Dr. Peter Jäger Bildungszentrums, Ludwig-Erhard-Str. 100 in Wiesbaden statt. Die Geschäftsführerin der KTQ Geschäftsstelle Berlin, Frau Gesine Dannenmeier wird den Festvortrag halten, bevor um 15.00 Uhr das Zertifikat an Prof. Dr. Jürgen E. Schmitz übergeben wird.

HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH
Ludwig-Erhard-Str. 100 - 65199 Wiesbaden
www.hsk-wiesbaden.de

(Redaktion)


 


 

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