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Deutsche Post als Großaktionär

Post steigt bei Deutscher Bank ein

(bo/ddp.djn). Die Deutsche Bank wird wie geplant bei der Postbank einsteigen, anders als zunächst vorgesehen aber einen Teil des Kaufpreises voraussichtlich mit eigenen Aktien bezahlen. Dadurch wird die Deutsche Post vorübergehend mit acht Prozent Großaktionär bei dem Frankfurter Institut, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Nach der Commerzbank bekommt damit die Deutsche Bank vorübergehend eine Staatsbeteiligung, allerdings indirekt. 31 Prozent der Post-Aktien befinden sich derzeit noch in der Hand des Bundes.

Im Zuge der Übernahme werde die Deutsche Bank in einem ersten Schritt 50 Millionen Aktien der Postbank - das entspricht einem Anteil von 22,9 Prozent - voraussichtlich im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung im Wert von etwa 1,1 Milliarden Euro erwerben. In Folge dessen werde die Deutsche Post einen Anteil von rund acht Prozent an der Deutschen Bank halten. Über die eine Hälfte dieser Aktien kann die Deutsche Post ab Ende April frei verfügen. Die andere Hälfte dieser Aktien ist ab Mitte Juni veräußerbar.

Durch die Neuordnung der Transaktion könne die Deutsche Bank die Postbank-Anteile «kapitalschonender» übernehmen, hieß es. Im Gegenzug erhält die Deutsche Post die Erlöse aus der Gesamttransaktion und somit drei Jahre früher als erwartet. Der Aktion müssen noch die Wettbewerbsbehörden zustimmen. Der Barwert der Transaktion wird den Angaben zufolge auf 4,9 Milliarden Euro beziffert.

Zeitgleich zeichnet die Deutsche Bank eine Pflichtumtauschanleihe der Deutschen Post, die nach Ablauf von drei Jahren inklusive der aufgelaufenen Zinsen in 60 Millionen Aktien, oder 27,4 Prozent, der Postbank getauscht wird. Der Barwert beträgt voraussichtlich 2,7 Milliarden Euro. Für die restlichen Aktien bestehen weiterhin Kauf- und Verkaufsoptionen.

Nach den Worten des Finanzvorstandes der Deutschen Bank, Stefan Krause, unterstreiche die Deutsche Bank mit der Aktion, «dass ungeachtet des schwierigen Marktumfeldes die strategische Beteiligung an der Postbank weiterhin von hohem Wert ist». Der Finanzvorstand der Deutschen Post, John Allan, sagte, dass die neue Struktur der Post erlaube «schneller und mit weniger Risiko aus dem Bankgeschäft auszusteigen». So könnten mehr Ressourcen freigesetzt werden, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

(Redaktion)


 


 

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