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Internationaler Medienpreis Frankfurt

Preisgekrönter Journalismus im Frankfurter Römer

(bo/ots). Bei einem feierlichen Festakt im Kaisersaal des Frankfurter Rathauses Römer wurden Stephan Morgenstern und Ullrich Mattner für ihre im Stern erschienene Fotostrecke "Gute Aussichten bei blendenden Geschäften" mit dem Internationalen Medienpreis Frankfurt (IMF) 2008 ausgezeichnet. Neben den beiden Erstplatzierten ehrte der Frankfurter PresseClub fünf weitere Journalisten, die sich auf besondere Art und Weise mit der Stadt Frankfurt oder der Region Rhein-Main auseinander- gesetzt hatten, mit einem IMF. Zahlreiche namhafte Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien erlebten einen glanzvollen Abend, der von Stadtkämmerer Uwe Becker mit einem Grußwort eröffnet wurde.

Außergewöhnliche Bilder

Unter großem Beifall nahmen Stephan Morgenstern und Ulrich Mattnerden mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis für ihre Fotoserie entgegen. Auf der Suche nach Motiven hatten sich die beiden Fotografen hinter die imposanten Fassaden der Frankfurter Bankenwelt begeben, die "trotz ihrer gläsernen Hülle oft undurchsichtig sind", wie Mathias Röder, Landesbüroleiter dpa, in seiner Laudatio anmerkte.

Die außergewöhnlichen Bilder, die dabei entstanden sind, hatten die Jury aus hochkarätigen Print-, TV- und Hörfunk-Journalisten von Anfang an überzeugt. "Fotografie dieser Güte erfüllt den Anspruch der Visualisierung von Themen in ganz herausragender Weise", so Röder. "Dass die Wahl auf die Fotostrecke fiel, ist auch eine Verbeugung vor der immer größeren Bedeutung des besonderen Bildes im tagesaktuellen Journalismus." Passend dazu hatte zuvor Prof. Dr. Wolf Singer, Leiter der Abteilung Hirnforschung am Max-Planck-Institut, mit seiner Festrede "Wie wir uns zurechtlegen, was wir wahrnehmen" das Informationsbewusstsein unserer Gesellschaft unter die Lupe genommen.

Eigenheiten auf den Punkt gebracht

Ungewohnte Perspektiven zeichnen auch den Beitrag des Zweit- platzierten (7.000 Euro) Tobias Rüther aus, der in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erschienen ist. Unter dem Titel "Raus aus der Berliner Luft" wirft er einen besonderen Blick auf die Mainmetropole und bringt dabei auf höchst unterhaltsame Weise die Eigenheiten zweier unterschiedlicher Städte auf den Punkt. "Er hat dabei das getan, was ein Journalist allem voran immer tun sollte: Er hat beobachtet und zugehört, sehr genau und sehr aufmerksam", hob Rouven Schellenberger, stellvertretender Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, in seiner Lobrede hervor. Der dritte Rang (4.000 Euro) des Medienpreises wird in diesem Jahr geteilt. Ausgezeichnet wurden Christoph Hickmann von der "Süddeutschen Zeitung" für seine Flughafenreportage "Unter den Wolken" sowie Silke Kujas und Kamil Taylan für ihre TV-Reportage "Innenstadtrevier", ausgestrahlt im Hessischen Rundfunk. Laudator Rainer Maria Gefeller, Chefredakteur der "Frankfurter Neuen Presse", wollte die Preisteilung jedoch nicht auf mangelnde Entscheidungskraft seitens der Jury zurückführen, denn beide Beiträge hätten trotz ihrer unter- schiedlichen Medienzugehörigkeit eines gemeinsam: "Sie sind Erzeugnisse eines guten klassischen Journalismus."

Ein faszinierendes Stück Tageszeitungskunst

Träger des Nachwuchspreises ist Sebastian Gehrmann. Sein Beitrag "Der Waldmensch", veröffentlicht in der Frankfurter Rundschau, begeisterte die Jury. Die Geschichte über einen Mann, der sich im Frankfurter Stadtwald 29 Jahre lang zwischen Zeltplanen und Plastiktüten über Wasser gehalten hat, sei ein faszinierendes Stück Tageszeitungskunst, auf das Gehrmann und seine Redaktion stolz sein könnten, sagte der Hit-Radio-FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth in seiner Rede anerkennend. Der Autor darf nun im Vorfeld der WM 2010 eine Recherchereise nach Südafrika antreten.

Über den Medienpreis

Der Medienpreis Frankfurt wird alle zwei Jahre vom Frankfurter PresseClub vergeben. Für den nächsten IMF können sich wieder Autorinnen und Autoren von Tageszeitungen, TV- und Hörfunksendern sowie Online- und Bildjournalisten bewerben. Sponsoren des Preises sind Messe Frankfurt und Eurohypo. Teilnahmebedingungen und Informationen unter www.media-ward-frankfurt.com.

Die Jury 2008

Dorothee Bamberger (HR-Fernsehen), Werner D'Inka (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Claus Döring (Börsen-Zeitung), Rainer M.
Gefeller (Frankfurter Neue Presse), Hans-Dieter Hillmoth (Hit Radio FFH), Gerhard Kneier (AP - The Associated Press), Katja Marx (HR-Hörfunk), Jan-Michael Meinecke (MainFM), Anne Reidt (ZDF), Matthias Röder (dpa - Deutsche Presse-Agentur), Rouven Schellenberger (Frankfurter Rundschau), Volker Schütz (HORIZONT), Alois Theisen (HR-Fernsehen), Boris Tomic (Journal Frankfurt), Eberhard Volk (RTL
Hessen)

(rheinmain)


 


 

Medienpreis 2008
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