Weitere Artikel
Urteil

Preisgeld für Teilnahme an «Big Brother» muss versteuert werden

0
0

(bo/ddp.djn). Das Preisgeld eines Gewinns bei der Teilnahme an der Sendung «Big Brother» unterliegt der Einkommensteuer.

Dies hat das Finanzgericht Köln (AZ: 15 K 2917/06) entschieden. Er folgte nicht der Auffassung des Klägers, wonach die Gewinnsumme als sogenannter Spielgewinn wie ein Rennwett- oder Lotteriegewinn steuerfrei bleiben müsse.

Das bloße «Sich-Filmen-lassen» an sich führe zwar noch nicht zu einer steuerbaren Leistung im Sinne des Einkommensteuergesetzes, hieß es seitens des Gerichts. Durch das Hinzutreten der weiteren Verpflichtungen des Klägers zur Teilnahme am Einspielfilm, Fotoshootings, Interviews und Presseterminen werde die Grenze zwischen Spielgewinn und einer zu versteuernden Tätigkeit allerdings überschritten.

Mit der Begründung für die Entscheidung stellt sich das Finanzgericht Köln gegen die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs in München. Dort (AZ: IX R 39/06) wurde entschieden, dass das Preisgeld aus der Fernsehproduktion «Mein großer, dicker, peinlicher Verlobter» schon deshalb der Einkommensteuer unterliege, weil es Gegenstand eines entgeltlichen Vertrages sei und weder eine Veräußerung noch einen veräußerungsähnlichen Vorgang betreffe.

Daraufhin hatte sich die Finanzverwaltung der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes angeschlossen und die Finanzämter angewiesen, Preisgelder für die Teilnahme an einer Fernsehsendung dann als einkommensteuerpflichtig zu behandeln, wenn das Preisgeld und die Leistung des Kandidaten in einem Gegenseitigkeitsverhältnis stehen.

(ddp)



Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

0
0

 


 

Preisgeld
Teilnahme
Einkommensteuer
Gewinns
Klägers
Leistung
Rechtsprechung
Finanzgericht Köln
Bundesfinanzhofes
Big Brother

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Preisgeld" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden