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ProBahn fordert von Gewerkschaften kreativen Arbeitskampf

(bo/ddp.djn). Der Fahrgastverband ProBahn hat die Gewerkschaften Transnet und GDBA im laufenden Tarifstreit aufgefordert, einen möglichen Arbeitskampf kreativer und kundenfreundlicher als in der Vergangenheit zu führen. ProBahn-Sprecher Karl-Peter Naumann sagte der Nachrichtenagentur ddp, die Gewerkschaften müssten «nach neuen Streikformen suchen, die das Unternehmen treffen, ohne die Fahrgäste übermäßig zu belasten». Würden die Kunden quasi als Geiseln genommen, sei mit massiver Verärgerung und dem möglichen Verlust von Bahnkunden zu rechnen.

Statt den Betrieb zu blockieren, sagte Naumann, könnten die Gewerkschafter sich weigern, die Fahrkarten zu kontrollieren oder Züge gezielt mit wenigen Minuten Verspätung abfertigen. «Sie könnten in den Zügen auch Unterschriften für ihre Forderung nach besseren Dienstplänen sammeln. Ich bin sicher, dass viele Passagiere unterschreiben würden», sagte Naumann. Diese Forderung sei nachvollziehbar und die Zufriedenheit der Bahner entscheidend für einen vernünftigen Betrieb. Der Ruf nach Lohnerhöhungen um zehn Prozent sei jedoch «schon sehr massiv».

Am Mittwoch hatten die Tarifverhandlungen für rund 130 000 Tarifbeschäftigte bei der Deutschen Bahn begonnen. Transnet-Chef Alexander Kirchner hatte bereits mit möglichen Streiks ab Ende Januar gedroht. In der vergangenen Tarifrunde hatten monatelange Streiks zu erheblichen Behinderungen im Schienenverkehr und zu großem Unmut bei den Fahrgästen geführt.

(Redaktion)


 


 

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