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Museum der Weltkulturen

"Profilierte Kuratorin von herausragender interkultureller Kompetenz"

(ots/bo) Dr. Clémentine Deliss soll nach dem Wunsch des Frankfurter Kulturdezernenten Felix Semmelroth die neue Direktorin des Museums der Weltkulturen werden. Die 49-jährige gebürtige Britin, Tochter einer französischen Mutter und eines österreichischen Vaters, lebt derzeit in London und ist Leiterin des wissenschaftlichen Langzeit-Projekts "Future Academy".

Dabei handelt es sich um ein internationales Kunstlabor, das in Kooperation mit dem Edinburgh College of Art, den National Galeries of Scotland und der University of Edinburgh neue interdisziplinäre Formen zukünftiger Kunstinstitutionen gemeinsam mit Studierenden, Künstlern und Wissenschaftlern untersucht und entwickelt. Ein Schwerpunkt liegt dort auf der zukünftigen Ausgestaltung von Sammlungen. Zudem leitet sie das "Randolph Cliff Artist in Residence Programme" des Edinburgh College of Art und der National Galleries of Scotland.

Clémentine Deliss studierte Ethnologie und Gegenwartskunst in Wien, Paris und London und spricht fließend Deutsch, Französisch und Englisch. Sie wurde an der University of London mit einem Thema über die Französische Ethnologie am Anfang des 20. Jahrhunderts promoviert, das sich mit der Beziehung zwischen ethnografischen Sammlungen und dem Aufbau des Musee de L’Homme in Paris beschäftigt. Neben ihrer ethnologischen Ausbildung bringt Deliss viel Erfahrung als Leiterin von Festivals, internationalen Ausstellungen und Forschungsprojekten mit, bei denen die Interpretation und Vermittlung von Kunst und Ethnologie im Mittelpunkt stehen.

So war sie von 1992 bis 1995 die künstlerische Leiterin von "africa95", einem von der Royal Academy of Arts in London koordinierten Festival, an dem über 60 Institutionen in Großbritannien beteiligt waren und das afrikanische Künstler, Musiker, Filmemacher und Schriftsteller zusammenbrachte. Ihre interkulturelle Publikationsreihe "Metronome", wurde in zwei Editionen der documenta Kassel (10 und 12) offiziell präsentiert.

Als internationale Beraterin war sie für zahlreiche europäische und afrikanische Ministerien, Gremien und Kommissionen tätig, unter anderem für das französische und das senegalesische Kulturministerium. Für die Europäische Kommission war sie externe Beraterin für kulturelle Förderprogramme der EU wie Leonardo da Vinci und Socrates und erhielt 1996 einen Expertenvertrag für mehrere Projekte in Dakar, unter anderem rief sie damit die Publikation "Metronome" ins Leben.

Gastdozenturen, Projekte und Ausstellungsvorhaben führten sie durch ganz Europa und rund um den Globus, unter anderem nach Chicago, Melbourne, Tokio, Wien, Paris und von 1999 bis 2000 an die Städelschule in Frankfurt als Gastprofessorin.

Für das Museum der Weltkulturen stehen für Deliss eine Analyse und Neubewertung der Sammlungen, der Bibliothek und der unterschiedlichen Forschungsfelder im Hinblick auf die zukünftige Ausrichtung des sich erweiternden Museums im Vordergrund. Außerdem möchte sie die Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstitutionen in Frankfurt wie beispielsweise der Universität, dem Literaturhaus, dem Städel und der Städelschule pflegen und weiter ausbauen und neue Kursangebote für ein breites Publikum entwickeln.

"Dr. Clémentine Deliss ist eine profilierte Kuratorin und Ausstellungsmacherin von herausragender interkultureller Kompetenz. Mit ihrer Arbeit an der Schnittstelle von Kunst und Ethnologie hat sie sich nicht nur international einen Namen gemacht, sondern sich auch weltweit prominent vernetzt. Ihre Vorstellungen von der zukünftigen Rolle eines sich vergrößernden Museums der Weltkulturen in einer von vielen Nationalitäten geprägten Stadt wie Frankfurt sind sehr überzeugend", erklärt Kulturdezernent Prof. Semmelroth. Der Stadtrat hat seine Entscheidung, bei der er sich von hochqualifizierten Fachleuten beraten ließ, mit der Koalition abgestimmt und wird die Kandidatin im Herbst im Magistrat präsentieren. Sofern der Magistrat ihrer Berufung zustimmt, wird sich Clémentine Deliss mit ihren Überlegungen für das Museum der Weltkulturen der Öffentlichkeit vorstellen.

Quelle: Stadt Frankfurt

(Redaktion)


 


 

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