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Rechtstipp

Protokoll entscheidend bei Streit um Falschberatung

(bo/dapd). Wer als Kunde ein Beratungsprotokoll unterschreibt, in dem er als ertragsorientierter Anleger beschrieben wird, kann später nicht wegen einer Falschberatung klagen, weil er angeblich eine sichere Anlage gewünscht hat. Das hat das Landgericht Coburg entschieden.

In dem Fall hatte eine Kundin bereits in Aktienfonds , Geldmarktfonds, Immobilienfonds und weitere Fonds investiert und ließ sich erneut beraten. Daraufhin zeichnete sie Fondsanteile aus der Bio-Energiebranche. Später berief sich die Frau darauf, dass sie nur an einer sicheren Geldanlage interessiert gewesen sei und die Risiken des getätigten Fondskaufes heruntergespielt worden seien.

Vor Gericht konnte sie sich damit jedoch nicht durchsetzen. Nach Meinung des Gerichts habe die Frau bereits mehrfach zuvor Anlagegeschäfte in den verschiedensten Risikoklassen getätigt. Zudem sei im Anlageprotokoll gerade festgeschrieben worden, dass die Frau "ertragsorientiert" anlegen wolle. Da die Kundin zudem den kompletten Fonds-Prospekt erhalten hatte und darauf hingewiesen worden war, dass das Risiko eines Totalverlusts bestehe, vermochten die Richter keine Anhaltspunkte für eine Falschberatung erkennen, die den von der Frau angestrebten Wunsch nach einer Rückabwicklung des Geschäfts juristisch gestützt hätten.

(AZ: 11 O 690/09)

(dapd )


 


 

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