Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Bizz Tipps
Weitere Artikel
BGH

Finanzberater muss Provisionen nicht ungefragt offenlegen

(bo/ddp.djn). Wenn Berater nicht für Banken arbeiten, müssen sie ihren Kunden beim Verkauf von Finanzprodukten ihre Provisionen nicht ungefragt offenlegen.

Das hat der Bundesgerichtshof (III ZR 196/09) in einem Grundsatzurteil gegen einen klagenden Anleger entschieden, wie die Stiftung Warentest berichtet. Die Richter wiesen in dem Fall den Berliner Verbraucherschützern zufolge die Klage eines Anlegers gegen den Finanzvertrieb AWD wegen verschwiegener Provisionen ab. Die Vorinstanz, das Oberlandesgericht Celle, muss nun erneut prüfen, ob der AWD wegen mangelnder Aufklärung über die Risiken einer empfohlenen Geldanlage Schadenersatz zahlen muss.

Die Rechtsprechung hatte in der Vergangenheit dazu tendiert, dass
Anlageberater ihre Kunden darüber informieren müssen, wie hoch die
Provisionen sind, die sie zum Beispiel beim Verkauf von Zertifikaten
oder Fondsanteilen einstreichen. Seine Rechtsprechung zu Kick-Backs
hat der Bundesgerichtshof (AZ: XI ZR 586/07) dann auch präzisiert.
Demnach muss die Bank darlegen und beweisen, dass sie weder
fahrlässig noch vorsätzlich Provisionen verschwiegen hat.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

Provisionen
Bundesgerichtshof AZ
Bank
Anleger

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Provisionen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: