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Kuratorium

Hessischer Kulturpreis wird nach langen Querelen verliehen

(bo/ddp-hes). Ministerpräsident Koch wird heute (26. November, 20.00 Uhr) in Wiesbaden nach monatelangen Querelen den Hessischen Kulturpreis verleihen.

Die ursprünglich für Anfang Juli geplante Feier wurde verschoben, weil die Auszeichnung einem der Preisträger, dem Schriftsteller Kermani, zwischenzeitlich aberkannt worden war. Kermani hatte in einem Zeitungsartikel die katholische Kreuzestheologie zunächst als «Gotteslästerung» bezeichnet, sich dann aber durchaus positiv beeindruckt von einer Kreuzigungsdarstellung auf einem Bild des italienischen Malers Guido Reni gezeigt.

In einem Brief an Koch, der dem Kuratorium des Hessischen Kulturpreises vorsitzt, erklärten Kardinal Lehmann und der frühere evangelische Kirchenpräsident Steinacker, sie lehnten den gemeinsamen Empfang des Preises mit Kermani ab. Koch setzte daraufhin durch, dass diesem der Preis aberkannt wurde und löste große öffentliche Empörung aus. Er äußerte sich bislang nicht zu dem Vorgang. Wiederholt wies Lehmann darauf hin, er habe nie auf eine Aberkennung des Preises für Kermani gedrängt, lediglich ein klärendes Gespräch mit dem Autor muslimischen Glaubens angemahnt.

Der vierte Empfänger des insgesamt mit 45 000 Euro dotierten Preises ist der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Salomon Korn. In diesem Jahr werden mit dem Hessischen Kulturpreis Persönlichkeiten geehrt, die sich für den interreligiösen Dialog in Deutschland einsetzen.

(ddp)


 


 

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