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Ratgeber

Herausforderungen eines Home-Office – 6 Einrichtungstipps

Die Vorstellung ein eigenes Homeoffice zu besitzen und von zuhause aus arbeiten zu können, scheint für viele ein erstrebenswerter Traum. Erst einmal erreicht, kann sich das Homeoffice aber zu einer Herausforderung mit zahlreichen Problemen entpuppen. Konzentrationsschwierigkeiten und ständige Ablenkungen sind gleichermaßen denkbar, wie ein Überarbeiten durch mangelnde Work-Life-Balance. Dieser Ratgeber enthält zehn praktische Einrichtungstipps, die eine sinnvolle Gestaltung des Büros fördern.

1. Trennung vom Privatbereich

Es liegt in der Natur des Menschen, dass mit unterschiedlich eingerichteten Räumlichkeiten eine abweichende Verhaltensweise und Wahrnehmung einhergeht. Während das Schlafzimmer zum Ruhen und Entspannen einlädt, ist das Wohnzimmer zum Beispiel eher ein kommunikativer Ort. Aufgrund dieser Tatsache ist es ratsam den heimischen Arbeitsbereich von privaten Zonen zu trennen. Dies ist zwar nicht in jeder Wohnsituation realisierbar, doch wenn möglich, ist ein separates Arbeitszimmer anzustreben. Mit geeigneter Einrichtung wird es beim Betreten mit effektivem Arbeiten in Verbindung gebracht und die menschliche Psyche stellt automatisch auf berufliche Verantwortung um. Die räumliche Trennung von Privat und Beruf ist notwendig und stellt für viele Besitzer eines Homeoffice die Grundvoraussetzung zum produktiven Arbeiten dar. Ziel sollte es sein ein herkömmliches Büro zu simulieren, das aufgrund seiner Einrichtung zum Arbeiten anregt und möglichst viele Ablenkungen ausschließt. Ein gesonderter Raum ist hierfür prädestiniert.

2. Ergonomie

Der Anspruch an die Ergonomie sollte im Homeoffice gleichermaßen hoch sein, als es bei mitarbeiterorientierten Konzernen in den Großraumbüros der Fall ist. Ein ergonomisch geformter Bürostuhl sollte selbstverständlich sein. Dieser lässt sich im Idealfall individuell einstellen und an die persönliche Körpergröße anpassen. Dynamisches Sitzen ist mittlerweile ein elementares Kriterium an den Bürostuhl. Dieser sollte mit nachgiebiger Lehne den Rücken zwar stützen, aber auch über Bewegungsfreiraum Verspannungen vorbeugen. Auch die Sitzfläche muss Bewegungen zulassen, um Schmerzen am Gesäß und Rücken einzudämmen. Nicht weniger bedeutend ist die Ausrichtung von Schreibtisch und Stuhl. Bei einer idealen Sitzposition ist der Abstand zwischen Körper und Bildschirm eine Armlänge. Entsprechend tief muss der Tisch sein. Außerdem sollte der Körper immer gerade zu Bildschirm und Tastatur platziert sein. Schräges Sitzen und Arbeiten schadet auf Dauer. Die Augen sollten ungefähr in der Mitte des Bildschirms liegen, um eine angenehme Kopfhaltung zu gewährleisten. Außerdem sollten Ober- und Unterarm einen rechten Winkel bilden. Weitere Tipps für ein gesundes Arbeiten im Homeoffice haben wir hier zusammengestellt.

3. Ruhezone einrichten für die Work-Life-Balance

Generell ist es ratsam den Raum für das Büro so zu wählen, das von möglichst viel Ruhe profitiert wird. Straßenlärm und sonstige Geräuschkulissen sind kontraproduktiv. Darüber hinaus kann es für die Konzentration förderlich sein, zwischen Arbeitsprozessen und Aufträgen kleine Pausen einzulegen. Hierfür sollte das Homeoffice nicht unbedingt verlassen und in die privaten Räumlichkeiten gewechselt werden. Denn dabei besteht die Gefahr der Ablenkung und Pausen werden dann oft länger als eigentlich geplant. Stattdessen kann sich das Gestalten einer kleinen Ruhezone innerhalb des Büros positiv auf die Produktivität auswirken. In diesem Bereich könnte beispielsweise ein wohltuender Tee getrunken oder ein Powernapping genossen werden. Für eine derartige Relax-Zone kann es schon reichen einen bequemen Sessel in einer Ecke zu platzieren und diese mit sanftem Licht, einem Teppich, einer Decke und einer Pflanze einladend zu gestalten. Besonders empfehlenswert sind sogenannte XXL-Sessel, wie sie der Polstermöbel-Händler www.cnouch.de präsentiert, weil sie das Hochlegen der Beine ermöglichen. In dieser Körperhaltung fällt es leichter kurzzeitig zu entspannen und sowohl Rücken als auch den gesamten Bewegungsapparat zu entlasten.

Wer sich für das Powernapping interessiert, findet online bei Zeitblüten, einem Magazin für Zeitmanagement und Arbeitsmethodik praktische Tipps zum Kurzschlaf. Unter anderem wird erklärt: "Das Leistungsnickerchen soll nicht länger als 30 Minuten dauern. Wenn es länger dauert, kommt man in die besagte Tiefschlafphase und dann ist man nach dem Erwachen alles andere als energiegeladen."

4. Ordnung – Weniger ist mehr

Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit hängt stark von der Gestaltung des Arbeitsplatzes ab. Stehen zum Beispiel zu viele Dinge auf dem Schreibtisch oder hängen die Wände voller Bilder, wirkt sich dies negativ aus. Ablenkungen sind vorprogrammiert. Auf dem Schreibtisch sollten deshalb nur die Dinge stehen, die täglich benötigt werden. Alles andere ist in Schubladen oder anderweitig zu verstauen. Ordner stehen wenn möglich hinter dem Schreibtisch, um den Blick nicht zu blockieren. Besonders gut für Produktivität und Effizienz ist es, wenn der Blick vom Schreibtisch aus auf ein möglichst klares und ordentliches Interieur fällt.

5. Die Lichtverhältnisse

Tageslicht ist für einen erfolgreichen Schaffensprozess überaus wichtig. Gerade beim Arbeiten am Computer werden mit ausreichend Licht die Augen entlastet, was Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen vorbeugt. Eine blend- und flimmerfreie Grundbeleuchtung sowie eine flexibel einstellbare Schreibtischlampe sind zwei wesentliche Merkmale eines vorteilhaften Lichtkonzepts. Schreibtischleuchten sollten direktes Licht liefern, um den Arbeitsbereich flächendeckend und deutlich auszuleuchten. Doch nicht nur die Lampenart spielt eine Rolle. Fast noch wichtiger ist die Wahl der richtigen Lichtfarbe:

  • Tageslichtweiß: Mit 5.300 Kelvin fördert Tageslichtweiß die Konzentration. Ideal für Lampen am Arbeitsplatz.
  • Neutralweiß: Aktiviert mit 3.300 bis 5.300 Kelvin und trägt positiv zu einer harmonischen Arbeitsatmosphäre bei.
  • Warmweiß: Eignet sich mit 2.700 bis 3.300 Kelvin optimal für Zonen im Homeoffice, die der kurzzeitigen Entspannung dienen. Für den Schreibtisch ist warmweiß mit beruhigender Wirkung weniger gut geeignet.

6. Ablenkungen meiden

Ablenkungen lauern im Homeoffice leider reichlich. Ein privater Anruf, die Nachrichten im Radio oder das vibrierende Smartphone, das auf die nächste SMS hindeutet. Entscheidend für erhöhte Arbeitsleistung ist das Ausschließen von Ablenkungen. Hier einige Tipps für ein fokussiertes Arbeiten:

  • Smartphones, falls nicht betrieblich genutzt, auf lautlos beziehungsweise in den Ruhemodus setzen.
  • Private Telefonanrufe ignorieren und einen Anrufbeantworter einrichten. Nach Feierabend zurückrufen. Wer in einem Unternehmen angestellt ist, kann auch nicht ständig ans Privattelefon gehen.
  • Feste Arbeitszeiten festlegen. Dies hilft bei der effektiven Tagesplanung.
  • Mails ausschließlich zu festen Zeiten abrufen.
  • Private Utensilien nicht im Büro abstellen. Sie könnten daran erinnern, was privat noch erledigt werden muss. Besser: To-Do-Liste schreiben und feste Zeiten zum Erledigen von Privatem einplanen.
  • Nutzung von Social Media zeitlich einschränken.

Fazit

Für einen produktiven Arbeitsalltag im Homeoffice ist es unverzichtbar den Raum sinnvoll einzurichten. Ablenkungen müssen weitestgehend ausgeschlossen werden und eine ergonomische Ausstattung fördert die Konzentrationsfähigkeit. Gleichermaßen wichtig sind Lichtverhältnisse, Ordnung und eine klare Trennung von Privaträumen. Ziel sollte es sein Privatleben und Beruf in Einklang zu bringen, um nach Feierabend erfolgreich abzuschalten.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Rundumssitzen
30.12.15 13:45 Uhr
Sehr interessanter Beitrag

Vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag.
Das Thema Powernapping ist meiner Meinung nach in aller Munde und wird immmer beliebter. Das finde ich sehr erfreulich, da ich selbst ebenfalls gerne einen Mittagsschlaf mache.
Ich bin vor kurzem auf die Firma SitEmotion gestoßen, diese beschäftigt sich hierzu auch sehr ausgiebig und entwickelt neuartige Sitzkomponenten für das Bewegungssitzen und den Mittagsschlaf.

 

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