Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Aktuell News
Weitere Artikel
Regionalausschuss Wetterau in Nidda

Regionalmanagement hat seine Arbeit erfolgreich aufgenommen

Ende vergangenen Jahres hat das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Region Oberhessen zu einer von 20 LEADER-Regionen ernannt. Das Fördergebiet umfasst die Kommunen Echzell, Ranstadt, Glauburg, Altenstadt, Limeshain, Nidda, Ortenberg, Büdingen, Hirzenhain, Gedern und Kefenrod.

Mit der Realisierung der Projekte – die größtenteils auf den „Visionen für Oberhessen“ beruhen – ist ein Regionalmanagement betraut: Bereits am 8. Juni diesen Jahres haben Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger, die gemeinsam das Regionalmanagement leiten, ihre Arbeit aufgenommen. Der Vorsitzende des Regionalausschusses Wetterau, Hagen Puttrich, stellte die Beiden vor. „In einem Netzwerk aus mehreren Akteuren fungieren Sie initiierend, beratend und moderierend für regional bedeutende Projekte“, lobte er. Aufgabe des Regionalmanagements sei es, ein Projekt von der Idee bis hin zur Be-willigung eines förderfähigen Entwicklungsvorhabens zu begleiten.

Lokale Aktionsgruppe

Dass der Verein Oberhessen zur Steuerung und Unterstützung des regionalen LEADER-Entwicklungsprozesses weitere organisatorische Einheiten geschaffen hat, legte Elke Ehlen, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Gießen-Friedberg, dar. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) übernähme hierbei zentrale Aufgaben zur strategischen Steuerung. Der stellvertretende LAG-Vorsitzende solle künftig durch ein Mitglied des Regionalausschusses gestellt werden. Hagen Puttrich, der das Amt bereits kommissarisch inne hatte, wurde daraufhin einstimmig gewählt.

Stadt-Land-Beziehungen

Dass die Förderung ländlicher Gebiete von enormer Wichtigkeit ist, machten Domes und Karger in ihrer Präsentation deutlich. So leide die Region Oberhessen mehr als andere Gebiete unter dem Verlust von Wirtschaftskraft und lokalen Arbeitsplätzen. Hier gelte es durch familien- und seniorengerechte Strukturen regionale Identität und Lebensqualität zu schaffen. „Beim Thema Wohnen auf dem Land gehe es aber auch darum, wohnortnahe Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu fördern“, lautete die Kernaussage der Referenten. Neben günstigen Flächenpotenzialen und Mieten könnten auch Kultur- und Freizeitangebote sowie eine wertvolle Naturlandschaft ei-nen Anreiz darstellen. Hier sei Oberhessen durchaus in der Lage sich neben dem Taunus und dem Odenwald zu positionieren. Auch die Herausstellung von charakte-ristischen und traditionellen Wirtschaftszweigen sowie von regionaltypischen Produk-ten gelte es zu fördern. Die besonderen regionsspezifischen Faktoren seien dafür noch stärker herauszuarbeiten und zu betonen.

Vier Handlungsfelder

Wirtschaft, Mobilität und Infrastruktur; Tourismus und Naherholung; Wohn- und Le-bensqualität, Dorfentwicklung, Kultur; Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Energie heißen die vier Handlungsfelder des Regionalmanagements Oberhessen. Insgesamt stünden 35 Millionen Euro zur Verfügung, der Planwert für Oberhessen läge bei 1,7 Millionen Euro. Dabei würden die sechs verschiedenen Förderangebote von Landtourismus über Dorferneuerung bis hin zur Breitbandversorgung reichen. Möglichen Antragsteller sollten sich zuerst an das Regionalmanagement wenden. Mit eingebunden sei das Amt für Kreisentwicklung des Wetteraukreises unter Leitung von Dr. Johannes Fertig. Eine regionale Einbindung erfolge durch eine drei- bis vier-mal im Jahr stattfindendes Regionalforum.

Positives Image transportieren

Viele Projekt-Anträge wurden nach Auskunft der Referenten bereits erarbeitet und von Beirat, Regionalmanagement und Fachdiensten befürwortet. So soll beispiels-weise das Oberhessen-Magazin als effektives Werbemittel für Kommunen erweitert und durch ein gemeinsames Marketingkonzept für Oberhessen der Region ein posi-tives Image verliehen werden. Weitere Beispiele sind die Errichtung eines Limes-Wachturms in Limeshain und die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für das Bio-energie-Projekt Behindertenhilfe. Geplant sei die Bildung von temporären und dauer-haften Projektgruppen.

Breitbandanschluss und mehr

Im Anschluss stellte Dr. Johannes Fertig drei aktuelle Projekte vor. „Mangelhafter Breitbandanschluss stellt ein erhebliches Problem für die ländliche Region dar“, un-terstrich er. „Betriebe haben dadurch einen massiven Nachteil.“ Vor allem der Ost-kreis und der Vogelsberg litten unter Unterversorgung. Derzeit sei man dabei, Frage-bogen für die Kommunen zu erarbeiten, um den Bedarf im Ostkreis zu ermitteln. Es gelte gemeinsam eine Lösung zu finden, wobei Funk-DSL eine mögliche Alternative darstelle. Zweites von Dr. Fertig vorgestelltes Projekt war die stärkere Vermarktung der Wetterau als „archäologische Boomregion“. Erstes „Produkt“ sei eine archäo-logische Karte des Wetteraukreises mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zum Thema Kelten, Römer und Mittelalter. Last not least will man die Qualifizierungs-offensive im Wetteraukreis voranbringen.

Über die IHK Gießen-Friedberg:
Rund 40.000 Unternehmen haben ihren Sitz im Bezirk der IHK Gießen-Friedberg. Von diesen arbeiten rund 1.800 Unternehmerinnen und Unternehmer ehrenamtlich in den IHK-Gremien mit. Weitere Infor-mationen finden Sie unter www.giessen-friedberg.ihk.de.

Quelle: IHK Gießen-Friedberg

(rheinmain)


 


 

Gießen-Friedberg
IHK Gießen-Friedberg
Bernd-Uwe Domes
Klaus Karger

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Gießen-Friedberg" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: