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Tourismusmesse CMT

Reiselust der Deutschen ungebrochen

(bo/ddp.djn). Die Deutschen lassen sich ihre Urlaubsfreuden von der schweren Wirtschaftskrise offenbar nicht vermiesen. Nach einer Prognose der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, die vor Beginn der Urlaubs-Messe CMT am Freitag in Stuttgart vorgestellt wurde, werden die Buchungen auf dem Reisemarkt 2009 das Niveau des vergangenen Jahres erreichen.

Nur 13 Prozent der Deutschen sähen ihre Urlaubsplanung von der Finanzkrise betroffen. Das Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK befürchtet in seiner Studie TravelScope hingegen Einbußen. Demnach wurden bislang 4,4 Prozent weniger Urlaubsreisen für die noch laufende Wintersaison und 2,3 Prozent weniger Reisen für die kommende Sommersaison geplant.

Auf dem Gelände der neuen Landesmesse am Stuttgarter Flughafen öffnet am Samstag die CMT. Sie gehört zu den größten Publikumsmessen für Touristik und Freizeit in Europa und dient der Reisebranche als Trendbarometer für das neue Jahr.

Laut GfK wurden bereits verstärkt Frühbucherangebote wahrgenommen. Dies zeige, dass sich Verbraucher bei langfristigen Planungen kaum von Negativ-Meldungen aus der Wirtschaft beeinflussen ließen. Bei kurzfristigen Angeboten, etwa für Winterreisen, blieben sie jedoch zurückhaltend. Wie stark die Sommersaison unter der Krise leiden werde, lasse sich noch nicht sagen, hieß es. Dies hänge auch davon ab, wie viele Menschen vom Konjunkturabschwung betroffen sein werden.

Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen räumte ein: «Die rechte Urlaubslust will bei manchen noch nicht aufkommen». Bislang führe die «Besorgnis und Unsicherheit in wirtschaftlicher Hinsicht» noch zu einer «abwartenden Haltung». 21 Prozent der Deutschen planten für 2009 weniger Reisen als im vergangenen Jahr. Etwa genauso viele planten jedoch mehr Reisen.

Drei Viertel der Deutschen hätten schon über Urlaubsreisepläne nachgedacht, 28 Prozent hätten genügend Geld, Zeit und Lust. Die Zahl der «noch Unsicheren» sei aber im Vergleich zu 2008 gestiegen. Sollte die Nachfrage zurückgehen, erwarte man keinen Verzicht auf den Jahresurlaub, sondern vor allem einen Rückgang bei zusätzlichen Urlaubsreisen oder Kurzreisen. Denkbar sei auch, dass die Deutschen preisgünstigere Reisen buchen.

«Bevor man sich in den Ferien einschränkt, wird lieber an anderem gespart», gab sich der Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Roland Bleinroth, optimistisch. Die CMT ist wie in den Vorjahren komplett ausgebucht. Bis zum 25. Januar präsentieren 1889 Aussteller aus 95 Ländern ihr Angebot - so viele wie nie zuvor. Die Veranstalter erwarten rund 200 000 Besucher.

Partnerländer der CMT sind diesmal Rumänien und Argentinien. Im Caravaning-Bereich, der mit mehreren Weltpremieren aufwartet, stellt sich Norwegen als Partnerregion vor. Am ersten Messe-Wochenende stehen zusätzlich zur CMT-Ausstellung Sondermessen zu den Themen Fahrrad- und Erlebnisreisen sowie Wandern und Kanu auf dem Programm. Am zweiten Wochenende liegt ein Schwerpunkt auf Golf- und Wellnessreisen sowie Kreuzfahrt- und Schiffsreisen. Neu im Angebot sind Kulturreisen. Vier Tage lang findet zudem die «Motorfaszination» in einer eigenen Messehalle statt.

(Quellen: GfK in einer Mitteilung; alle anderen in Stuttgart)

(Redaktion)


 


 

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