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Reparaturen

So sehen sie aus, die Tricks der Autowerkstätten

Was sehnen sich doch manche Autobesitzer - gerade die älteren Semester - die Zeiten von vor rund 30 Jahren zurück. Die Autos waren zu verstehen, oft reichte ein kleines Handbuch und notwendige Reparaturen wurden zur Not auch am Samstag, während im Radio die Live-Übertragung von Fußballspielen lief, auf dem Garagenhof oder vor der Türe erledigt. Die Zeiten sind längst Geschichte. Und wenn der Wagen in die Werkstatt muss, um dort repariert zu werden, sieht man am Ende des Tages einen Besitzer zum Bezahlen am Tresen stehen, über dessen Kopf viele, viele Fragezeichen stehen. Kaum eine Reparatur ist in der Tiefe der Zusammensetzung noch für den Kunden nachvollziehbar. Und gerade in dieser Unkenntnis sind sie versteckt, die nahezu zahllosen Möglichkeiten für die Tricks der Autowerkstätten.

Auf ein geschildertes Problem, erhält der Kunde bei zehn Autowerkstätten 20 unterschiedliche Lösungen

Der Wagen klappert, es kommt ein Geräusch aus dem Motor- oder Innenraum, wenn holperige Strecken befahren werden. Welcher Autobesitzer hat das noch nicht erlebt? Der logische Weg ist, dass der Wagen in die Werkstatt gebracht wird. Und dann beginnt sie, die Odyssee der Antworten und Lösungsvorschläge durch die unterschiedlichen Werkstätten.

Werkstatt A sagt: der Vorderreifen ist defekt - Kostenpunkt 150 Euro. Wird erledigt, doch das Klappern bleibt. Werkstatt B wird angefahren. Resultat: die Bremsen verursachen das Klappern. Kostenvoranschlag: 400 Euro. Doch auch nach der Reparatur klappert und scheppert es weiter. Werkstatt C kommt ins Spiel und verortet das Problem an den Stoßdämpfern. 260 Euro kostet der Spaß und wie zu erwarten war, das Klappern bleibt. 810 Euro zum Fenster rausgeworfen und das ohne jedes Ergebnis. Doch woran liegt das? Vorweg genommen: das Problem war durch eine lockere Schraube an der Lenksäule verursacht worden. Ein Fehler, der sicherlich alles kosten darf, nur keine 810 Euro unter dem Strich!

Werkstätten leben vom Verkauf und Einbau der Teile - auch wenn sie nicht defekt sind!

Es kann der Eindruck entstehen, all die gefunden Fehler, die das Problem nachweislich nicht verursacht haben können, denn es blieb ja bestehen, seien Teil eines Systems. Teile verkaufen und einbauen, ein lukratives Geschäft - selbst wenn sie nicht beschädigt sind. Zahlreiche Stichproben im Auftrag vom ADAC und TV Sendern haben ergeben, dass es tatsächlich System hat. Testfahrzeuge wurden in unterschiedliche Werkstätten geschickt, vorher von Kfz-Meistern auf Herz und Nieren gecheckt, um einem 'Problem' auf den Grund zu gehen. Ein Problem, was es so gar nicht gab. Und das Ergebnis war niederschmetternd. Durch die Bank 'fanden' die Autowerkstätten Problem-Verursacher und stellten dafür oft horrende Rechnungen aus. Es wurde sogar ein defekter Zahnriemen an einem Wagen festgestellt, der nicht mit einem solchen arbeitet, sondern mit einer Steuerkette. Professionell!

Ein gern genommenes Problem bei Autowerkstätten sind die anstehenden Ölwechsel - natürlich mit Filterwechsel - oder Reifenwechsel. Alles ist schnell durchzuführen und bringt sofort Geld. Bis zu 150 Euro, wenn es in der Vertragswerkstatt durchgeführt wird.

Doch wie lassen sie sich umgehen, die Tricks der Autowerkstätten?

Klar ist, an der Beschaffung der Teile - auch am Öl - wird viel Geld verdient. Dabei ist es doch so einfach, dem Internet sei es gedankt, sich die Teile selbst zu beschaffen und damit die Margen (Verdienstspannen) der Autowerkstatt nicht zahlen zu müssen. Hier bei AutoteileProfi zum Beispiel

Ganz einfach: sobald die übers Netz bestellten Ersatzteile geliefert werden, kann man damit wunderbar zu den renommierten Anbietern - zum Beispiel Bosch, wenn es um die Elektrobereiche und Co geht - fahren und diese Teile zu einem vorher vereinbarten Festpreis verbauen lassen. Oder, wenn man selbst eine vertrauenswürdige Werkstatt kennt, auch dort. Und natürlich besteht die Option, dass man mit handwerklichem Geschick kleinere Reparaturen auch selbst vornimmt - quasi wie vor rund 30 Jahren, als die Fahrzeuge noch einfach zu 'verstehen' waren. Nichts - aber auch gar nichts - spricht dafür, sich in Zeiten des Internet den Tricks der Autowerkstätten gerade bei Ersatzteilen zu unterwerfen

(Redaktion)


 


 

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