Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Finanzen
Weitere Artikel
Internationale Finanzsystem

Rürup warnt vor zu starker Regulierung der Finanzmärkte

(bo/ddp.djn). Der Chef der fünf Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, hat davor gewarnt, das internationale Finanzsystem zu stark zu regulieren. «Es besteht die Gefahr, dass in Folge der Krise die Regulierung übertrieben wird», sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage der in Tageszeitung «Die Welt» (Donnerstagausgabe). «Dies würde Wachstumschancen gefährden. Denn eine dynamische Realwirtschaft erfordert ein effizientes Finanzsystem.» Der Ökonom sprach sich auch gegen eine staatliche Begrenzung von Managergehältern aus. Gesetzliche Höchstgrenzen seien unnötig. Es sei ohnehin falsch, «die aktuellen Probleme auf die persönliche Gier Einzelner oder einer bestimmten Berufsgruppe zurückzuführen», sagte Rürup.

Obwohl die Finanzkrise «eine Krise historischen Ausmaßes» sei, besteht laut Rürup kein Anlass zur Panik. Denn mit ihrem entschlossenen Handeln hätten die Regierungen eine Katastrophe verhindert. Deutschlands Wirtschaft werde 2009 zwar nicht wachsen. «Doch Schwächephasen gab es auch in der Vergangenheit und zudem ist Deutschland heute gesamtwirtschaftlich sehr viel besser aufgestellt, als dies im letzten Abschwung 2001 der Fall war», sagte der
Wirtschaftsweise. Er halte des halb auch nichts davon, jetzt «definitiv unwahrscheinliche Horrorszenarien» zu entwerfen.

(Redaktion)


 


 

Wirtschaftsweisen
Bert Rürup
internationale Finanzsystem
Krise
Finanzkrise

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Wirtschaftsweisen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: