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Marktkommentar Aktien - Helaba

Schlechte Konjunkturdaten überwiegen

Den US-Börsen gelang es am Donnerstag mit Kursgewinnen aus dem Handel zu gehen. Der Dow legte 2,05 % zu, noch deutlicher fielen die Kursgewinne an der Nasdaq (+2,94 %) aus. Angesichts der schwachen Konjunkturdaten überraschte die „positive Tendenz“ ein wenig. Wie der Arbeits-marktbericht der privaten Agentur ADP signalisiert, wurden in der Privatwirtschaft rund 250.000 Stellen abgebaut. Dies entspricht dem größten Minus seit November 2001.

Auch das Beige Book der Fed verdeutlichte einmal mehr, dass die Wirtschaftsaktivität seit Anfang Oktober landesweit nachgelassen hat. Gesucht waren Papiere, welche tendenziell als konservativ gelten wie z.B. Coca Cola oder Mc Donald`s. Der Sektor „Homebuilders“ kletterte um deutliche 11 %, nachdem es erneut Zeichen seitens der Regierung gab, dem Hypothekenmarkt mit 500 Mrd. $ unter die Arme greifen zu wollen. Der Sektor Retail verbesserte sich um 6,3 %, nachdem die e-commerce-Ausgaben um 15 % am sog. „Cyber Monday“ gestiegen waren. Heute werden lediglich die Zahlen von Novell vorgelegt. In den Schätzungen wird davon ausgegangen, dass sich das EPS im Ver-gleich mit dem Vorjahresquartal nicht geändert hat. Aufmerksamkeit werden auch die Daten zu den US-Industrieaufträgen auf sich ziehen. Im Konsensus wird eine weitere Verschlechterung unterstellt (-4,5 % nach -2,5 % in der Vorperiode). Das technische Bild hat sich mit den Kursge-winnen von gestern leicht verbessert. Insbesondere das Closing über der 8.475er Widerstandmarke ist bemerkenswert. Allerdings wartet im Bereich von 8.620 Zählern eine recht massive Stauzone welche schwer zu überwinden sein sollte. An dieser Stelle wird sich zeigen, ob der Index über genügend Kraft verfügt, um die leichte Aufwärtsbewegung weiter fortzusetzen.

Der Dax kannte am Mittwoch zunächst nur eine – nach unten. Gleich zu Beginn setzten Verkäufe ein, dies obwohl die Vorgaben aus Übersee per Saldo positiv ausgefallen sind. Ganz offensichtlich traut man dem Frieden noch nicht. Erst die freundlichere Tendenz an der Wall Street verhalf dem Dax zu einem Kursplus in Höhe von 0,8 %. Eine ganze Reihe von Aktien erreichte gestern neue Jahrestiefstände. Zu nennen sind u.a. Infineon, AMB Generali, Heidelberger Druck, Funkwerk, Sunways, Freenet, Sixt und Takkt. Unter den Sektoren (Stoxx) büsste der Bereich Oil & Gas am deutlichsten ein. Technologie- und Chemiewerte zählten ebenfalls zu den Verlierern. Die Aktien von Infineon gerieten gestern deutlich unter Druck und verloren 40 %. Damit fiel das Papier erst-mals unter die 1-Euro-Grenze. Zuvor hatte der Konzern die Marktteilnehmer mit einem düsteren Ausblick und Milliardenverlusten verschreckt. Heute wird die Zinsentscheidung der EZB im Blickpunkt stehen. Wir gehen davon aus, dass die Notenbank einen großen Zinsschritt beschließen und auf der anschließenden Pressekonferenz weitere Senkungen in Aussicht stellen wird. Im Kon-sensus wird eine Reduktion des Zinsniveaus um 50 Basispunkte auf 2,75 % erwartet. Eine stärkere Senkung kann aber nicht ausgeschlossen werden. Wie die Deutsche Börse beschlossen hat, werden die Aktien von Salzgitter und Beiersdorf in den Dax aufrücken. Die Papiere von Hypo Real Estate und Continental rutschen in den M-Dax ab. Die Änderungen werden mit Wirkung vom 22.12. vollzogen.

(rheinmain)


 


 

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