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Maßgeschneiderter Schutz

Bei Berufsunfähigkeitsversicherung auf einige Punkte achten

(bo/dapd). Um den passenden und bezahlbaren Versicherungsschutz zu bekommen, muss bei der Wahl der Berufsunfähigkeitsversicherung einiges beachtet werden. Mehr als der Beruf, das Geschlecht oder das Alter entscheidet der Gesundheitszustand darüber, ob man die gewünschte Police bekommt. Risikopatienten sind dabei grundsätzlich unerwünscht.

In der Regel haben daher Antragsteller mit Alzheimer, Diabetis, Herzinsuffizienz, HIV-Infektion, Krebs, Multipler Sklerose, Parkinson, Rheuma und Schizophrenie keine Aussichten auf einen keinen Vertrag. Dabei sind die Versicherungen zumeist nicht einmal gegen Aufpreis bereit, von dieser Linie abzuweichen.

Bei einem Tinnitus, Asthma, einem Bandscheibenvorfall, einem grünen Star oder chronischen Rückenschmerzen in der Krankenakte ist allenfalls eingeschränkter Schutz zu bekommen. Dabei wird das diagnostizierte Leiden dann nicht mitversichert, was sich in der Praxis als sehr starke Einschränkung der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit herausstellen kann. Bei vielen anderen Malaisen wie Bluthochdruck, Bronchitis, Nierensteinen, leichten Asthma oder Krampfadern ist dagegen die Absicherung möglich - gegen entsprechenden Risikozuschlag.

Oftmals machen Vorerkrankungen es aber unmöglich, den gewünschten Schutz zu bekommen. Wurden der Antrag auf Versicherung abgelehnt, lohnt sich das Verhandeln. Man kann versuchen, den Ausschluss in einen Risikozuschlag umzuwandeln. Zwar wird der gewünschte Schutz teurer - im Gegenzug hat der Versicherte dafür aber auch einen vollen Risikoschutz im Ernstfall. Viele Versicherer lassen sich auch darauf ein, dass ein Zuschlag nach einigen Jahren gestrichen wird -etwa wenn eine Vorerkrankung durch Heilung erkennbar kein zusätzliches Risiko mehr darstellt.

Für die Gesellschaft sind neben Krankheiten aber auch Hobbys unbekannte Größe. Bei gefährlichen Freizeitbeschäftigungen sind oft Zuschläge erforderlich. Als gefährlich stufen die Berufsunfähigkeitsversicherungen dabei auch schon Radrennen, Wellenreiten und Eishockey ein und verlangen oft 50 Prozent mehr Prämie. Skispringer und Boxer zahlen sogar das Doppelte und mehr. Rundweg abgelehnt werden dagegen Motocross-Fahrer und Rennrodler.

Entscheidend ist es ferner, den richtigen Schutz zu wählen. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben Verbraucher verschiedene Optionen: Sie können eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung als eigenen Vertrag abschließen oder den Schutz gegen Invalidität mit einer Lebens- oder Rentenversicherung koppeln. In letzterem Fall handelt es sich dann um eine sogenannte BUZ - eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung.

Allerdings lässt sich die Frage, welche der Optionen sinnvoller ist, generell nicht beantworten. Bei der Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Risikolebensversicherung kann das Paket so wenig kosten, dass es eine konkurrenzlos günstige Möglichkeit ist, die Familie oder den Partner abzusichern. In diesem Fall ist das Paket meist die richtige Wahl. Wenn man aber niemanden abzusichern hat, ist die Kombination "Berufsunfähigkeit plus Lebensversicherung" kaum die richtige Entscheidung.

Wer keinen bezahlbaren Schutz bei der Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, kann Leistungszeit und Risikozeit trennen und so sparen. Die Leistungszeit ist der Zeitpunkt, bis zu dem der Versicherer zahlen muss, wenn Versicherte berufsunfähig werden. Dagegen beschreibt die Risikozeit den Moment, bis zu dem der Eintritt einer Berufsunfähigkeit überhaupt versichert ist.

Ist die Risikozeit bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit auf den 60. Geburtstag beschränkt, die Leistungszeit aber auf den 67, heißt das: Werden Versicherte vor dem 60. Geburtstag berufsunfähig, erhalten sie bis zum 67. Geburtstag die vereinbarte Rente. Werden sie nach dem 60. Geburtstag berufsunfähig, muss die Versicherung gar nicht mehr zahlen. Ein Prämien sparender Kompromiss, mit dem man in der Regel gut leben kann.

(dapd )


 


 

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