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Studie

Schwellenländer kamen besser durch die Krise

(bo/ddp.djn). Die meisten Schwellenländer sind mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008/2009 besser zurechtgekommen als Deutschland und andere Industriestaaten. Zu diesem Fazit gelangt eine am Freitag veröffentlichte vergleichende Untersuchung der Bertelsmann Stiftung über das Krisenmanagement in 14 Staaten.

Als Vorteil habe sich für die Schwellenländer erwiesen, so die
Gütersloher Stiftung, dass sie aus früheren Wirtschaftskrisen die
richtigen Lehren gezogen hätten und daher besser vorbereitet gewesen
seien. Sie hätten systematisch ihre Haushalte konsolidiert und
institutionelle Reformen der Finanzmärkte und des Bankenwesens
durchgesetzt. Eine solide Finanzlage habe ihren Regierungen daher im
Herbst 2008 ausreichend Handlungsspielraum für Konjunkturmaßnahmen gegeben und so dafür gesorgt, dass die Staatsverschuldung nicht ausuferte.

«Als Folge konnten sich die Schwellenländer inzwischen im
internationalen Wettbewerb einen strategischen Vorteil erarbeiten»,
sagte Sabine Donner, Projektleiterin der Bertelsmann Stiftung. Im
Jahr zwei nach dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise
seien es aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien oder
Brasilien, die derzeit die Weltkonjunktur beleben. Die Folgen der
Krise unterstrichen daher den Aufstieg einer Reihe von großen
Schwellenländern und den relativen Niedergang westlicher Ökonomien.

Laut Studie ist Deutschland dank der sozialen Marktwirtschaft
vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Die sozialen
Sicherungssysteme hätten stabilisierend gewirkt und geholfen, die
Krisenfolgen abzufedern.

(ddp/poh/ton)


 


 

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