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  • 14.01.2016, 11:53 Uhr
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Selbstständig

Risikoabsicherung – wie Selbstständige ihre Existenz schütze

Die Zahl der Selbstständigen in freien Berufen wächst in Deutschland von Jahr zu Jahr. Mit der Selbstständigkeit kommt auch die Aufgabe, seine Existenz eigenständig abzusichern.

Die Gründung eines Unternehmens ist für Selbstständige mit viel Arbeit verbunden. Sie konzipieren ein Produkt oder eine Dienstleistung, erstellen einen Businessplan, machen sich Gedanken um das Marketing und kümmern sich um die Finanzierung. Nicht immer gelingt die Existenzgründung . Häufig scheitert sie an einer fehlenden Risikoabsicherung.

Kleine Fehler, große Wirkung

Es gibt viele Gründe, die Menschen zur Selbstständigkeit treiben. Einer Infografik des Magazins StartingUp zufolge ist für 64,4 Prozent der Deutschen die persönliche und unternehmerische Freiheit besonders wichtig. Jeder Vierte war arbeitslos und hat durch die Selbstständigkeit seinen Weg in die Berufswelt gefunden. Nur wenige Menschen führen eine Familientradition fort oder interessieren sich für die (besseren) Verdienstmöglichkeiten oder das Ansehen.

Trotz der Vorteile, die die Selbstständigkeit mit sich bringt, birgt sie zahlreiche Gefahren. Viele Gefahren können Unternehmen mit passenden Lösungen kontern – vorausgesetzt sie kennen diese. Genau an dieser Stelle fehlt Selbstständigen das nötige Wissen. Nur selten wissen sie, wie schnell ein kleiner Fehler ihr gesamtes Unternehmen gefährden kann. Beispiele aus der IT-Branche (eine fehlende Datensicherung und die Formatierung einer Festplatte) zeigen, dass Schäden einen fünfstelligen Bereich erreichen können. Ein solcher Sachschaden kann für Selbstständige einen finanziellen Engpass darstellen, den sie nicht überwinden können.

Risikominderung mit Versicherungspolicen

Fälle wie das obige Beispiel können durchaus vermieden werden. Unternehmer sollten dennoch sichergehen, dass sie im Schadensfall abgesichert sind. Der betroffene Selbstständige hätte sich zum Beispiel mit einer passenden IT-Haftpflichtversicherung, die für Implementierungsschäden haftet, absichern können.

Schäden an Dritte sind nicht die einzigen Risiken, die Selbstständige finanziell bedrohen könnten. Durch einen Unfall könnte der Unternehmer berufsunfähig werden und seine Firma nicht weiter führen können. Die Absicherung gegen einen solchen Fall ist mit einem passenden Produkt beispielsweise der AachenMünchener (Webseite: https://www.amv.de) möglich: der Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese Police wird von Selbstständigen unterschätzt, obwohl jeder Vierte im Laufe seines Lebens berufsunfähig wird. Natürlich sind einige Berufsklassen stärker gefährdet als andere. Eine Berufsunfähigkeit betrifft aber alle Selbstständigen auf dieselbe Weise: Sie können ihren Beruf nicht länger ausüben.

Unternehmer, die in selbst gekauften Gebäuden operieren, sollten auch diese passend versichern. Empfehlenswert sind dynamische Gebäudeversicherungen, deren Versicherungssumme sich jährlich anpassen lässt. Auf diese Weise verhindern Unternehmer, dass sie unterversichert sind und im Schadensfall nicht den tatsächlichen Wert erstattet bekommen.

Unternehmensprozesse optimieren und Kommunikation verbessern

Selbstständige hoffen, dass es nicht zu Schäden kommt. Mit Versicherungen sind sie für den Notfall versorgt. Zusätzlich sollten sie ihre internen und externen Prozesse rund um das Unternehmen optimieren, damit die Möglichkeit, dass Fehler entstehen, minimiert wird. Einige Anregungen:

  1. Unternehmenswiki: Durch die Erstellung eines firmeninternen Wikis (ähnlich wie Wikipedia) werden alle Informationen rund um das Unternehmen, seine Partner und Kunden sowie Abläufe und Prozesse übersichtlich zusammengefasst. Bestehende und neue Mitarbeiter haben die Möglichkeit, die Informationen jederzeit vom Firmenserver abzurufen. Unternehmer reduzieren die Notwendigkeit, Mitarbeiter über Veränderungen mündlich hinzuweisen. Stattdessen weisen sie auf einen Eintrag im Wiki hin.

  2. Internes Kommunikationstool: Kommunikation ist bekanntlich das A und O. Leider ist der Informationsaustausch in vielen Unternehmen schleppend. Das Versenden von E-Mails und das Telefonieren über das interne Netz sind in der Regel mit langen Wartezeiten verbunden. Schneller sind moderne Softwarelösungen zur Kommunikation innerhalb von Arbeitsgruppen wie Slack. Solche Lösungen verbinden alle Mitarbeiter miteinander und ihre öffentlichen Nachrichten bleiben bestehen. Sie können folglich zur späteren Referenz genutzt werden. Gleichzeitig können sich Mitarbeiter gegenseitig helfen, um ein Problem zu lösen.

  3. Organisationsmonitoring: Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist ein wesentliches Element des unternehmerischen Erfolgs. Zufriedene, ausgeruhte und konzentrierte Mitarbeiter arbeiten effektiv und besitzen eine geringere Gefahr, Fehler zu machen. Leider fällt es vielen Unternehmen schwer, die Mitarbeiterzufriedenheit einzustufen. Dies ist mithilfe spezieller EDV-Analysetools möglich, die die gewünschten Zielaspekte bewerten und helfen, das Qualitätsmanagement der Mitarbeiter zu optimieren. Regelmäßige Befragungen stellen die Basis der Datenerhebung dar. Im Anschluss müssen die Ergebnisse ausgewertet und entsprechende Lösungsvorschläge formuliert werden.

Investitionen mindern das unternehmerische Risiko langfristig

Selbstständige sollten nicht zurückschrecken, Investitionen zu tätigen – sowohl in finanzieller als auch organisatorischer Hinsicht. Für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens ist ein gesunder Mix verschiedener Prozesse und Dienstleistungen vonnöten. Das Zusammenspiel von Versicherungsleistungen und Prozessoptimierungen reduziert das Risiko, Fehler zu machen, die das Unternehmen zur Insolvenz drängen.

(Redaktion)


 


 

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