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Congress Park Sinfonie

Das Fagott in der Hauptrolle

Wenn am 30. Januar beim vierten Konzert der Congress Park Sinfonie Philipp Zellers Fagott die Hauptrolle spielt, entführt der 27-jährige Solist des Kölner Gürzenich-Orchesters (Kölner Philharmoniker) gemein¬sam mit der Neuen Philharmonie Frankfurt das Publikum in die Tiefe des Waldes.

„Five Sacred Trees“ hat John Williams sein modernes Konzertwerk betitelt, das 1995 mit den New Yorker Philharmonikern erstmals aufgeführt wurde. Der Solist des Abends, Philipp Zeller, ist aktuell einer der gefragten deutschen Solisten seines Instruments.
Der Hollywood-Star als Mystiker: John Williams, Komponist epochaler Filmmusiken wie „Der Weiße Hai“, „Star Wars“, „Schindlers List“ oder „Harry Potter“ kann auch anders. Der mehrfache Oscar- und Grammy-Gewinner verfasste Sinfonien und Konzerte, die von renommierten Orchestern aufgeführt werden.

Eine seiner bekanntesten Kompositionen ist das moderne Konzertwerk „The Five Sacred Trees“ für Fagott und Orchester. Als Konzertkomponist trägt Williams bisweilen regelrecht herbe Züge. „Five Sacred Trees“, fußt auf der keltischen Mythologie und entfaltet ohne jeden filmmusikalischen Pomp eine faszinierende klangliche Welt. Das spannend geführte solistische Fagott interpretiert musikalisch die Eigenschaften der fünf heiligen Bäume: Weisheit, Zauberkraft, Zerstörung und Erneuerung, Streit und künstlerische Eingebungskraft.

Debussys Prélude rahmt die Naturklänge 

Der Konzertabend beginnt mit Claude-Achille Debussys duftigem literarisch-naturmystischem Prélude à l’après-midi d’un faune, das 1894 den musikalischen Impressionismus eröffnete und ihn zugleich zur Hochblüte brachte. Angeregt von der musikalischen Qualität der Sprache Stéphane Mallarmés, verbildlichte Debussy dessen Gedicht „L’après-midi d’un faune“ von 1865. Die Musik will die verschiedenen Stimmungen erwecken, in deren Mitte die Begierden und Träume des Fauns sich entwickeln. Debussy schaffte mit dem rund zehnminütigen Instrumentalwerk „Prélude à l’après-midi d’un faune“ seinen künstlerischen Durchbruch.

Beethovens wenig bekanntes Meisterwerk

Das Programm schließt Ludwig van Beethovens seltener gehörte achte Sinfonie. Sehr reif, keineswegs ein Werk zweiten Ranges und die vielleicht am ehesten lebensfrohe und helle Sinfonie seines gesamten sinfonischen Schaffens. Beethovens achte Sinfonie in F-Dur, Op. 93, ist zwar nicht so berühmt wie die Fünfte, Sechste und Neunte, aber ein ebensolches Meisterwerk. Die achte Sinfonie entstand in den Jahren 1811–1812 und erschien unmittelbar nach Beethovens siebter Sinfonie.

Jens Troester dirigiert

Jens Troester, Jahrgang 1970, erhielt seine erste musikalische Ausbildung in Wien, New York, Frankfurt und Köln. Auf das Klavier- und Dirigierstudium in Detmold folgten zwei Jahre an der School of Music der Indiana University in Bloomington (USA). In dieser Zeit war er auch Korrepetitor und Assistant Conductor am renommierten Indiana University Opera Theatre. Nach dem Studium war Jens Troester zunächst musikalischer Leiter und Dirigent der Frankfurter Kammeroper, bevor er ein Engagement an der Oper Kiel antrat. Neben seiner Tätigkeit am Theater war er künstlerischer Leiter und Dirigent der Camerata Kiel und Gastdirigent der Neuen Philharmonie Frankfurt. Es folgten Staionen bei der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz und am Staatstheater Kassel. Seit Beginn der Spielzeit 2008/2009 ist Jens Troester 1. Kapellmeister von Theater und Philharmonie Thüringen.


4 . S i n fo n i e ko n z e r t
Samstag, 30. 01. 2010 | Paul-Hindemith-Saal
Einführung: 18.30 Uhr (Dr. Ralph Philipp Ziegler)
Konzertbeginn: 19.30 Uhr

Philipp Zeller, Fagott
Neue Philharmonie Frankfurt
Dirigent: Jens Troester


Tickets ab 23,- Euro im Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Die Abendkasse im CPH ist am 30. Januar ab 17:30 Uhr geöffnet, Tickets ab 24,- Euro.

(Redaktion)


 


 

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