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Absetzbarkeit der Pilotenausbildung auf dem Prüfstand

(bo/ddp.djn). Die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer und der Erwerb der Berufspilotenlizenz kosten in der Regel 70 000 Euro und mehr.

Diese Kosten müssen meisten Auszubildenden aus eigener Tasche zahlen, da kaum eine Fluggesellschaft dafür einspringt. Steuerlich sieht es für die angehenden Piloten nicht viel besser aus. Denn wenn diese Ausbildung die erste nach der Schule ist, sind die Kosten lediglich mit 4000 Euro jährlich als Sonderausgaben absetzbar.

Davon haben die meisten angehenden Piloten jedoch nichts, weil sie keine Einkünfte haben, die sich durch diese Sonderausgaben senken lassen. Da mit den Sonderausgaben auch keine Verluste in Folgejahre verschoben werden können, bringen die hohen Kosten keinen Cent Steuervorteil. Wer hingegen bereits eine Berufsausbildung absolviert hat, kann die Kosten vollständig als Werbungskosten geltend machen und entstehende Verluste sogar in Folgejahre verschieben.

Doch an dieser Situation könnte sich jetzt etwas ändern. Der Bundesfinanzhof befasst sich jetzt in einem Revisionsverfahren (AZ:
VI R 5/10) mit der Frage, ob die Kosten nicht immer als vorab
entstandene Werbungskosten steuerlich absetzbar sein müssten.
Betroffene sollten Einspruch einlegen und ein Ruhen des Verfahrens
bis zu einer endgültigen Entscheidung beantragen.

Foto: www.pixelio.de

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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