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Dax erholt sich am Dienstag deutlich von den Tagestiefstkursen – Sorgen bleiben

Die US-Aktienmärkte starteten gestern nach der feiertagsbedingten Handelspause am Montag mit zum Teil deutlichen Kursverlusten in die Woche.

Insbesondere in der letzten Handelsstunde kehrte die Unsicherheit der vergangenen Tage wieder an die US-Märkte zurück. Der Dow Jones verlor 1,11 Prozent auf 10.024 Punkte, für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,72 Prozent nach unten.

Beim S&P Midcap 400 (-2,7 %) und Russel 2000 (-3,1 %) fielen die Kursreaktionen noch deutlicher aus. Einige Probleme wurden wieder in den Vordergrund gerückt. So machte man sich an der Wall Street weiterhin Sorgen um die Finanzsituation einiger Euroländer. Diese wurden von Aussagen der EZB, dass man in den nächsten 18 Monaten mit weiteren Abschreibungen bei europäischen Banken rechnet, verstärkt.

Der Euro erreichte in diesem Umfeld ein neues 4-Jahrestief bei 1,211. Globale Wachstumsängste kamen auf, nachdem in China der monatliche PMI geringer ausgefallen war als erwartet. Die Zinsanhebung der Bank of Canada um 25 Basispunkte auf nun
0,50 % traf entsprechend auf wenig Gegenliebe an den Märkten.

Damit ist Canada das erste G-7- Land, welches die Zinsen anhob. Die Aktien von Kraft Foods (+1,1 %) vollzogen die beste Performance
unter den Dow Jones-Werten, während es für Alcoa (-3,9 %) am deutlichsten nach unten ging. Bei den heute in den USA zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten gilt es die Aufmerksamkeit auf die schwebenden Hausverkäufe (April) zu richten.

Negative Vorgaben von den asiatischen Aktienmärkten, ein schwächerer Euro und Marktgerüchte, um ein mögliches Downgrade für Italien, drückten gestern nach Handelsbeginn auf das Dax- Marktsentiment. Im weiteren Verlauf, insbesondere am Nachmittag konnten die Verluste wieder deutlich reduziert werden (nachdem der ISM-Index weniger stark zurückging als dies im Vorfeld erwartet worden war). Schlussendlich ging der deutsche Leitindex mit einem Aufschlag in Höhe von 0,28 % bei 5981 Punkten aus dem Handel. Die Aktie von SAP führte mit einem Kursplus von 1,75 % die Gewinnerliste unter den Daxwerten an. K+S (+0,96 %) rangierte dahinter.

Hingegen waren die Anteilsscheine der Deutschen Bank (-0,54 %) Inhaber der roten Laterne. Immer wieder lohnenswert ist ein Blick auf das charttechnische Bild des Dax (hier Dax-Future). Mit den anfänglichen
Kursverlusten von gestern sah es zunächst danach aus, als würde der Kontrakt recht nachhaltig an seiner 50%- Retracement-Marke nach unten abprallen. Mit der Erholung am Nachmittag konnte ein kurzfristig deutlicheres Eintrüben des Chartbildes nochmals verhindert werden.

Allerdings sind die „Gefahren“ damit keineswegs gebannt. Fallende Hoch- und Tiefpunkte, nach unten gerichtete gleitende Durchschnitte und nicht zuletzt ein sich im „short-Modus“ befindlicher DMI sorgen für einen hohen Wahrscheinlichkeitswert im Hinblick auf einen Ausbruch aus dem nicht ganz idealtypischen verlaufenden Aufwärtskanal auf der Unterseite. Damit würde eine negative Fortsetzungsformation entstehen, in deren Folge es zu neuen Impulstiefs beim Dax kommen wird.
Eine erste Unterstützung auf dem Weg nach unten lässt sich bei 5.860 Zählern definieren. Angesichts der Kursverluste an der Wall Street wird der Dax heute schwächer in den Handel starteten.

Quelle: Helaba

(Christian Schmidt)


 


 

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