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Instituto Cervantes in Frankfurt

Spanien wird «nicht mehr nur als Urlaubsziel» wahrgenommen

(bo/ddp-hes). Das spanische Instituto Cervantes eröffnet am Montag (22. September) in Frankfurt seine fünfte und größte deutsche Niederlassung. «Frankfurt als das finanzielle Herz Europas und Standort der weltweit größten Buchmesse ist für uns sehr interessant», sagte Ignacio Olmos, Leiter der Frankfurter Dependance am Sonntag in einem ddp-Interview. Das 1991 vom spanischen Staat gegründete Instituto Cervantes ist das spanische Pendant zum deutschen Goethe-Institut und soll im Ausland die spanische Sprache und hispanische Kultur verbreiten.

Unter deutschen Großstädten ist laut Olmos ein regelrechter
Wettbewerb um die Ansiedlung einer Niederlassung des spanischen
Kulturinstituts entbrannt. «Es gab Gespräche mit mehreren Städten,
die uns zu sich holen wollten», berichtet Direktor Olmos. Die
Entscheidung für Frankfurt fiel vor allem, weil die Stadt das größte
Engagement gezeigt habe. Das Interesse an spanischer Sprache und
Kultur sei in Deutschland seit den 1990er Jahren gewachsen. «Seitdem
wird Spanien nicht mehr nur als Urlaubsziel, sondern auch als
Kulturland wahrgenommen», betonte Olmos.

Weltweit gebe es eine Art «spanischen Nachholbedarf», sagte der
Institutsdirektor. Dies liege auch daran, dass Spanien bis zum Tode
des Diktators Francisco Franco im Jahr 1975 kein interessantes Land
gewesen sei. Nun verdränge Spanisch zusehends Französisch und
Italienisch als zweite Fremdsprache nach Englisch, sagte Olmos.
Deshalb biete das Institut in Frankfurt neben einem vielseitigen
kulturellen Angebot und einer umfangreichen öffentlichen Bibliothek
auch Sprachkurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten an.

(rheinmain)


 


 

Instituto Cervantes
Spanien
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