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DZ BANK Kurzstudie

Sparverhalten privater Haushalte

Auf die im letzten Jahr einsetzende Immobilien- und Finanzmarktkrise hatten die privaten Haushalte zunächst zurückhaltend reagiert. Erst die Verschärfung der Krise im September dieses Jahres und der nachfolgende Einbruch der Aktienmärkte haben heftige Anlegerreaktionen ausgelöst. Wie aus einer aktuellen Kurzstudie der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, hervorgeht, erreichte der Einlagenzufluss deutscher Banken im Oktober 2008 mit 37,5 Mrd. Euro das Zweiundzwanzigfache des sonst üblichen Volumens. Mit 34,5 Prozent konnten die Kreditgenossenschaften den höchsten Marktanteil am Einlagenstrom erzielen.

Verändertes Anlegerverhalten
Die Einlagenflut stammt vor allem aus Umschichtungen: „Das Ausmaß der Finanzmarktkrise und die Heftigkeit der Anlegerreaktionen lassen eine nachhaltige Veränderung des Anlegerverhaltens erwarten“, so der Autor der Studie Michael Stappel, Volkswirt in der DZ BANK. Das betreffe nicht nur den Wunsch nach Anlageformen mit geringeren Risiken, sondern auch eine verstärkte Nachfrage nach gut verständlichen Anlageprodukten von vertrauenswürdigen Anbietern. „Hiervon können vor allem regional tätige Banken mit nachvollziehbarem Geschäftsmodell profitieren“, so Stappel.

Schrumpfendes Geldvermögen trotz höherer Sparquote
Ähnlich wie in vergangenen Abschwungphasen, nehmen die Bürger die realen Auswirkungen der Finanzmarktkrise zum Anlass, sich in ihrem Konsum zurückzuhalten. Weil das Einkommen vom Abschwung zunächst weitgehend verschont bleibt, ist mit einem weiteren Anstieg der privaten Sparquote zu rechnen. Trotz der verstärkten Sparbemühungen dürfte das Geldvermögen der Bundesbürger in diesem Jahr durch Kursverluste an den Aktienbörsen um 3,8 Prozent schrumpfen. Erst im nächsten Jahr ist wieder mit einem Anstieg um 5,5 Prozent auf 4,6 Billionen Euro zu rechnen.

Quelle: DZ Bank

Ansprechpartner: Sylke Grußendorf, Pressesprecherin der DZ BANK,
Telefon: +49 69 7447-2381, Fax: +49 69 7447-90309, E-Mail: [email protected]

(Redaktion)


 


 

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