Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Aktuell
Weitere Artikel
Suchtprävention

Gesetz soll Ausbreitung von Spielhallen verhindern

(bo/dapd). Die Landesregierung hat am Montag ein neues Spielhallengesetz auf den Weg gebracht. Damit sei die Grundlage geschaffen, um den ausufernden Betrieb von Spielhallen in geordnete Bahnen zu lenken, sagte Innenminister Boris Rhein (CDU) nach dem Votum des Kabinetts in Wiesbaden.

Die drastische Zunahme der Zahl von Spielhallen und die dadurch entstandenen Gefahren der Spielsucht für die Bevölkerung hätten staatliches Handeln erforderlich gemacht. Mit dem Gesetz setze Hessen ein deutliches Zeichen für die Suchtprävention.

Dem Spieler- und Jugendschutz wurde den Angaben zufolge große Bedeutung eingeräumt. Eine verpflichtende Videoüberwachung soll Kriminalität einen Riegel vorschieben. Das neue Spielhallengesetz verbietet ferner Mehrfachkonzessionen und schreibt grundsätzlich einen Mindestabstand von 500 Metern Luftlinie zur nächsten Spielhalle vor. Werbung an der Außenfassade wird verboten. Zudem werden die Betreiber künftig gezwungen, mit Hilfe von Sozialkonzepten der Entstehung von Glückspielsucht vorzubeugen.

Verstöße werden hart bestraft. Wer beispielsweise den Aufenthalt Minderjähriger zulässt oder unzulässige Werbung betreibt, kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro, in besonders schweren Fällen sogar mit bis zu 100.000 Euro bestraft werden. Mit dem Kabinettsbeschluss ist der Weg frei für die Anhörung der Spitzenverbände.

(dapd )


 


 

Spielhallen
Gesetz
Kabinett
Ausbreitung
Suchtprävention
Werbung
Spielsucht
Glücksspiel
Spielhallengesetz

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Spielhallen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: