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Lenkungsrat sieht Opel-Hilfen offenbar mit Skepsis

(bo/ddp-hes). Der Lenkungsrat des Deutschlandfonds lehnt einem Medienbericht zufolge Staatshilfen für den Autohersteller Opel ab.

Wie das «Handelsblatt» (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
Informationen aus dem unabhängigen Beratergremium für
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) berichtete, fiel ein
Beschluss gegen Hilfen einstimmig. Das Gutachten basiere auf
wirtschaftlichen Gründen gegen die Milliardenbürgschaft.
Ausschlaggebend sei unter anderem die gute wirtschaftliche
Entwicklung im US-Mutterkonzern General Motors (GM) gewesen. Die
Bundesregierung könne nur noch politische Gründe ins Feld führen,
sollte sie Staatshilfen gewähren wollen.

Die «Financial Times Deutschland» (Dienstagausgabe) berichtete,
dass der Lenkungsrat Staatshilfen für Opel skeptisch sehe. Es könne
allenfalls «übergeordnete Gründe» geben, wie das transatlantische
Verhältnis, die für Bürgschaften sprechen würden. Die
betriebswirtschaftlichen Aussichten wertete das Gremium laut der
Zeitung weniger positiv. Die Empfehlung, auf die sich der Lenkungsrat
geeinigt habe, sei allerdings schwammig. Sie biete der Regierung
Argumentationshilfen sowohl für als auch gegen eine Subvention für
den Autobauer.

Opel möchte eine Bund-Länder- Bürgschaft von 1,1 Milliarden Euro
zur Sanierung des Konzerns. Die Entscheidung liegt nun beim politisch
dominierten Lenkungsausschuss des Fonds. Am Ende müsse
Bundeswirtschaftsminister Brüderle entscheiden, berichtete das
«Handelsblatt».

Beim Bundeswirtschaftsministerium war am Dienstagmorgen zunächst
niemand zu erreichen.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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