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Städtegruppe Rhein-Main übernimmt Patenschaft für Mädchenschutzhaus

Im Februar 2011 zeigte die Städtegruppe Rhein-Main der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES in Partnerschaft mit MAISHA e.V. in der Frankfurter Zentralbibliothek mit viel öffentlichem Zuspruch und Unterstützung durch die zuständigen Dezernate der Stadt Frankfurt eine Ausstellung über Ursprung, Hintergründe und Auswirkungen der weiblichen Genitalbeschneidung.

In ihrem Rahmen fand ein sehr gut besuchter Fortbildungstag für GynäkologInnen, Hebammen und SozialarbeiterInnen, der Selbsthilfegruppe Afrikanischer Frauen in Deutschland und dem Stadtgesundheitsamt statt.

Schätzungsweise mehr als 150 Millionen Frauen sind weltweit von weiblicher Genitalbeschneidung betroffen, und auch in der Bundesrepublik leben rund 25.000 Mädchen und Frauen, die als gefährdet gelten oder bereits dieser Praxis ausgesetzt wurden.

TERRE DES FEMMES setzt sich bereits seit den 1980er Jahren gegen diese menschenrechtswidrige Praxis ein und unterstützt durch Spenden Frauenrechtsorganisationen in Afrika, die Aufklärungsarbeit leisten und Mädchen vor der Praxis schützen. Eine der Partnerorganisationen befindet sich in Sierra Leone. Hier baute das Amazonian Initiative Movement, kurz AIM, mit Hilfe von TERRE DES FEMMES-Spendengeldern ein Schutzhaus für Mädchen , die vor der weiblichen Genitalbeschneidung oder anderen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt fliehen. Im April wurde das Schutzhaus eröffnet, in dem bis zu 15 Mädchen Zuflucht finden können. Nähere Informationen dazu finden sich auf www.frauenrechte-rheinmain.de/projekte.

Zur Intensivierung und Fortsetzung der im Februar begonnenen Kampagne zur Überwindung der weiblichen Genitalbeschneidung hat die Städtegruppe Rhein-Main beschlossen, eine Patenschaft für das Schutzhaus zu übernehmen und damit die weitere Arbeit schwerpunktmäßig der Gewinnung von Spenden für dieses mutige Projekt zu widmen, das nur dann nachhaltigen Erfolg haben kann, wenn die laufenden Kosten des Hauses sowie die Ausgaben für Gesundheit und Bildung seiner Bewohnerinnen gedeckt sind.

(ots / TERRE DES FEMMES)


 


 

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