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EU-Kommission

Starke Vorbehalte in Brüssel gegenüber Opel-Rettungspaket

(bo/ddp-hes). In der Brüsseler EU-Kommission sind einem Pressebericht zufolge intern starke Vorbehalte am deutschen Rettungspaket für Opel laut geworden. «Die Stimmung gegenüber dem gesamten Opel-Deal ist wenig freundlich. Das Verhalten der Deutschen wird mit Kopfschütteln betrachtet», heißt es in hohen Kreisen der Kommissionsbehörde, berichtet die Zeitung «Die Welt» (Donnerstagausgabe). So sei die «frühzeitige Festlegung auf einen Investor falsch gewesen und habe die Verhandlungsbasis geschwächt», zitiert das Blatt die Kreise.

Die «massive staatliche Intervention» sei «problematisch». Mit «großer Skepsis» wird auch der neue Miteigentümer Sberbank gesehen. «Die Russen sind der eigentliche Gewinner der Opel-Rettung. Russland kriegt kostenlos hochwertige Technologie, und die Europäer züchten sich damit vor der Haustür starke Wettbewerber heran», kritisierten hochrangige Kommissionsexperten.

EU-Industriekommissar Günter Verheugen verwies darauf, dass die «europäische Automobilindustrie vor riesigen Umwälzungen steht, die sich heute kaum jemand vorstellen kann». Die Überkapazitäten im Automobilsektor betragen laut Verheugen «mindestens 20 Prozent». Gleichzeitig werde der Absatz von kleineren und mittleren Autos demnächst zurückgehen. Zudem müssten die Unternehmen viel Geld in Forschung und Entwicklung investieren. Verheugen: «Die Automobilindustrie hat in guten Zeiten die Anpassung an den Markt verpasst. Jetzt muss sie das Auto neu erfinden.»

(Redaktion)


 


 

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