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Hypo Real Estate

Steinbrück schließt Enteignung der Hype-Real-Aktionäre nicht aus

(bo/ddp.djn). Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) schließt nicht aus, die Eigentümer des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) zu enteignen, um die Bank komplett verstaatlichen zu können. Auf die Frage, ob die Regierung auch die Enteignung der HRE-Aktionäre prüfe, sagte Steinbrück der «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe): «Ich kann und will nichts ausschließen». «Man kann nicht auf Dauer Milliardensummen in ein großes schwarzes Loch pumpen, ohne dass sich etwas verbessert», erklärte der Minister. Das dürfe die Regierung schon im Interesse der Steuerzahler nicht. «Also müssen wir auch die Voraussetzungen für eine mögliche Verstaatlichung prüfen, um eine grundlegende Sanierung maßgeblich mitzubestimmen.» Entscheidungen gebe es bisher noch nicht.

 Die Bundesregierung ringt seit Wochen um einen Einstieg bei der HRE, die mit Finanzhilfen von insgesamt 92 Milliarden Euro künstlich am Leben gehalten wird. Durch das Finanzmarktstabilisierungsgesetz ist eine Staatsbeteiligung ohne Zustimmung der Altaktionäre bisher auf 33 Prozent begrenzt. Durch eine Enteignung könnte die Bank vollständig durch den Staat übernommen werden. Größter Einzelaktionär der HRE ist der US-Finanzinvestor J.C. Flowers mit knapp 25 Prozent. Der Rest der Anteilsscheine ist im Streubesitz.

(Redaktion)


 


 

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