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Dresdner Bank

Steinbrück sieht Finanzplatz durch Übernahme gestärkt

(bo/ddp.djn). Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank begrüßt und als positiv für den Finanzplatz Deutschland gewürdigt. «Das ist gut für den Finanzplatz Deutschland und stärkt den Finanzplatz», sagte Steinbrück am Montag in Peking laut seinem Sprecher. Der Bundesfinanzminister hält sich mit einer Wirtschaftsdelegation noch bis Donnerstag zu Gesprächen in China auf.

Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen wertete die Einigung zur Fusion
der beiden Großbanken gegenüber Journalisten ebenfalls positiv. «Das
ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagte Asmussen. «Endlich
bewegt sich etwas.»

Die Übernahme der Allianz-Tochter Dresdner durch die Commerzbank
für 9,8 Milliarden Euro war am späten Sonntagabend nach monatelangen
Verhandlungen besiegelt worden. Mit der Fusion entsteht eine zweite
deutsche Großbank, allerdings ist die Deutsche Bank mit einer
Bilanzsumme von 2 Billionen Euro immer noch fast doppelt so groß wie
das fusionierte Institut mit 1,1 Billionen Euro.

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Meister
sagte in Peking, diese Übernahme sei besonders auch für
Auslandsengagements die deutsche Wirtschaft wichtig. «Ich begrüße,
dass für die deutsche Wirtschaft neben der Deutsche Bank, die eine
Größe hat, dass sie auch größere Unternehmen ins Ausland begleiten
kann, ein zweites Institut in Deutschland entstehen kann», sagte
Meister zu Journalisten. Er würdigte das Zusammengehen der beiden
Banken als einen «Schritt im Konsolidierungsprozess in Deutschland».
Aufgrund der Finanzkrise werde das regulatorische Umfeld dazu führen,
dass künftig in den Instituten mehr Eigenkapital benötigt werde.
«Deshalb wird die Frage der Konsolidierung weiter auf der
Tagesordnung bleiben», erwartete Meister. Dies gelte auch für die
Landesbanken. «Man kann aus der Finanzkrise und den Erfahrungen des
vergangenen Jahres durchaus lernen, dass im Bereich der Landesbanken
ein Konsolidierungsprozess auch notwendig ist», betonte er.

(rheinmain)


 


 

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