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Fachbeitrag Thomas Ewald-Wehner

Steuer-Identifikationsnummer und elektronische Lohnsteuerkarte

Von der Öffentlichkeit bisher nicht sonderlich wahrgenommen, wird ab 1.08.2008 bis zum Jahresende 2008 vom „Bundeszentralamt für Steuern“ (BZSt) jeder natürlichen Person eine Identifikationsnummer lediglich für Zwecke der Einkommensteuer zugeteilt. Diese Nummer wird brieflich mitgeteilt. Steuerlich Beratene sollten ihrem Steuerberater zumindest eine Kopie zukommen lassen, weil diese Nummer zwingend im Steuerformular zu verwenden ist. Sie löst in der Folgezeit die bisher verwendete Steuernummer ab.

Die zugeteilte Nummer gilt für die Lebenszeit einer jeden Person – zuzüglich 20 Jahre bis nach dem Tod.

Diese Nummer soll die Verständigung mit der Finanzamtsverwaltung effizienter gestalten. Auch bei Umzug in anderes Bundesland, bei Namensänderung etc. gilt diese Nummer weiter. Unter der Steuer -ID-Nr. werden durch die Meldebehörden dem „Bundeszentralamt für Steuer“ für Zwecke der erstmaligen Zuteilung der Identifikationsnummer zahlreiche Daten gemeldet:

1. Titel, der Familiename
2. frühere Namen
3. Vornamen
4. Doktorgrad
5. Tag und Ort der Geburt
6. Geschlecht
7. Anschrift der Hauptwohnung
8. Tag des Ein- und Auszuges
9. Geburtsstaat bei Geburt im Ausland

In der „Abgabenordnung (AO)“ als ´Grundgesetz des Steuerrechts` sind die Dinge im Zusammenhang mit den geschilderten Identifikationsmerkmalen geregelt. Im § 139 a AO ist hierzu allgemein ausgeführt: „Das Bundeszentralamt für Steuern teilt jedem Steuerpflichtigen zum Zwecke der eindeutigen Identifizierung in Besteuerungsverfahren ein einheitliches und dauerhaftes Merkmal (Identifikationsmerkmal) zu, das bei Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen gegenüber Finanzbehörden anzugeben ist.“ ...

Die mehr als lebenslang zu führende Steueridentifikationsnummer besteht aus einer Ziffernfolge, die nicht aus Daten über den Steuerpflichtigen gebildet oder abgeleitet werden darf. Die von Datenbank des Bundeszentralamtes für Steuern gespeicherten Informationen sollten nicht für andere steuerliche Zwecke genutzt werden. Datenschutz soll gewährleistet sein. Die Nummer ist demnach nur für den Bereich der Einkommensteuer nutzungsfähig. D.h., es greifen nach wie vor die für Umsatzsteuer , Kfz.-Steuer und erbschaftsteuerliche Zwecke vergebenen Steuernummern.

Ab 2011 soll der Zugriff des Arbeitgebers beim Lohnsteuerabzugsverfahren auf elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale erfolgen können. Dann ist die papierene Lohnsteuerkarte im Zeitalter der PC´s und des Internets überholt („ElsterLohn II“). Die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (Familienstand, Lohnsteuerklasse, Zahl der Kinder und –freibeträge, Kirchenzugehörigkeit etc.) werden mit der Steueridentifikationsnummer von den Gemeinden an das BZSt. gemeldet. Abrufberechtigt sind jedoch nur die authentifizierten Arbeitgeber bzw. z.B. die von den Arbeitgeber beauftragten Steuerberater.

Allgemeine Informationen zur Steuer-Identifikationsnummer gibt es im Internet unter: www.identfikationsmerkmal.de. Weiter Fragen beantwortet das Bundeszentralamt unter der Telefon-Nummer 0180/43 78 38 37 oder der Steuerberater. Die Postadresse des BZSt. lautet: An der Küppe 1, 53225 Bonn.

Quelle Foto: www.pixelio.de

(rheinmain)


 


 

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