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Rechtstipp

Fernsehgerät ist nicht steuerlich absetzbar

(bo/dapd). Ein Fernsehgerät ist nicht steuerlich absetzbar. Dies gilt auch für ein spezielles Gerät, das für eine am Auge erkrankte Steuerzahlerin angeschafft wird, die kaum noch Sehkraft auf einem Auge hat. Dies entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz.

Die Steuerzahlerin hatte argumentiert, dass nur ein neues, besonders kontraststarkes Fernsehgerät überhaupt noch die Möglichkeit eröffne, Fernsehen zu schauen. Eine Neuanschaffung sei damit unumgänglich gewesen.

Dem hielt das Finanzamt entgegen, dass zum einen kein amtsärztliches Attest vor dem Kauf vorgelegt worden war. Außerdem sei ein Gegenwert mit dem Gerät geschaffen worden, der eine Anerkennung der Kosten als außergewöhnliche Belastung ausschließt.

Das Finanzgericht gab dem Finanzamt Recht. Aufwendungen für die Anschaffung eines Fernsehgeräts könnten nicht als außergewöhnlich betrachtet werden, so dass die Kosten auch nicht als außergewöhnliche Belastung angesehen werden könnten.

Ein Fernseher sei ein typischer Gegenstand des Alltags, der - anders als etwa Prothesen oder andere medizinische Hilfsmittel - grundsätzlich für jeden Steuerzahler von Nutzen sein könne und damit marktgängig und nicht außergewöhnlich sei.

(dapd )


 


 

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