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DZ BANK Anlegerindikator

Stimmung unter den Privatanlegern verbessert sich erheblich

Trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten beurteilen die deutschen Privatanleger die Zukunftsaussichten an den Aktienbörsen so optimistisch wie noch nie in diesem Jahr. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage unter Privatanlegern, die TNS Infratest im Auftrag der DZ BANK AG durchgeführt hat. Allerdings korrespondiert die positive Markteinschätzung nicht mit dem Investitionsverhalten der Anleger.

Vielmehr präferieren sie stärker denn je sichere Geldanlagen. So ist beispielsweise die Neigung, in Aktien zu investieren, auf den niedrigsten Umfragewert in diesem Jahr gefallen. Die DZ BANK ermittelt den Anlegerindikator quartalsweise.

Aktuell geht die Hälfte aller Privatanleger davon aus, dass der Deutsche Aktienindex (Dax) innerhalb der nächsten sechs Monate steigen wird. Dagegen erwartet lediglich etwas mehr als ein Viertel ein weiter nachgebendes Kursniveau. Damit hat sich die Zahl der Optimisten innerhalb von nur zwei Monaten nahezu verdoppelt. So waren Mitte August nur etwas mehr als ein Viertel der Befragten von steigenden Aktienkursen ausgegangen. "Dass sich die Stimmung unter den Privatanlegern innerhalb so kurzer Zeit in diesem Maße gedreht hat, kommt angesichts der extremen Kursbewegungen in den vergangenen Wochen und der drohenden Rezession sehr überraschend. Offensichtlich sind viele Investoren der Meinung, dass der Dax inzwischen den Boden erreicht hat", kommentiert Peter Schirmbeck, Bereichsleiter Retail der DZ BANK.

Sichere Anlagen bevorzugt

Dennoch scheuen weit mehr Anleger als in den vergangenen Monaten ein Direktinvestment in Aktien. Sie bevorzugen noch stärker als zuvor sichere Geldanlagen. So erklärten beispielsweise rund drei Viertel aller Befragten, dass eine Fest- oder Tagesgeldanlage für sie in Frage käme, wenn sie in den nächsten Monaten 10.000 Euro investieren würden. 44 Prozent - und damit ein Drittel mehr als noch im August - würden auch den Kauf von Bundesschatzbriefen in Erwägung ziehen. Dagegen würden nur noch 15 Prozent der Befragten über ein direktes Aktienengagement nachdenken. Im August hatte der Wert noch bei 20 Prozent gelegen. Die Zahl derjenigen, die in Aktienfonds investieren würden, hat sich auf 22 Prozent verringert (August: 33). Nahezu stabil blieb die Zahl derjenigen, die ein Investment in Immobilienfonds erwägen würden. Sie lag bei 16 Prozent nach 15 Prozent im August. Die Präferenz für Geldmarktfonds und Zertifikate ist von 14 Prozent bzw.15 Prozent im August auf 9 Prozent gesunken.

Anleihengeschäft auf hohem Niveau

"Die Ergebnisse des Anlegerindikators bestätigen, was wir derzeit in unserem Geschäft sehen: Sicherheit, Garantie und Qualität sind die wichtigsten Kriterien für die Anlageentscheidung", erklärt Schirmbeck. "Wir haben ein starkes Anleihengeschäft, das nach einer kurzen Delle infolge der Unsicherheit vieler Anleger nach den massiven Kapitalmarkturbulenzen das hohe Niveau aus der Zeit vor der Finanzkrise wiedererlangt hat. Bei den Zertifikaten überwiegt die Nachfrage nach Garantiezertifikaten. Zudem achten Anleger derzeit verstärkt darauf, nicht nur Marktrisiken, sondern auch das Emittentenrisiko auszuschalten." Rechtlich sind Anleihen und Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen und in der Regel nicht über Sicherungseinrichtungen abgesichert. Eine der wenigen Ausnahmen sind die Emissionen der DZ BANK, die über die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken geschützt sind.
Bedürfnis nach Informationen über die Finanzmarktkrise gestiegen
Die Umfrage hat auch ergeben, dass der Bedarf an Informationen gestiegen ist. So wünscht sich jeder zweite Anleger mehr Informationen über die Finanzmarktkrise von seiner Bank, und zwar am liebsten im Rahmen eines persönlichen Gesprächs durch den jeweiligen Bankberater.
Die Daten wurden in der Zeit vom 22. Oktober bis 28. Oktober 2008 im Rahmen einer telefonischen Umfrage erhoben. Die Stichprobe von 1.021 ist repräsentativ für anlage-affine Personen in der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren.

Quelle: DZ BANK AG

(rheinmain)


 


 

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