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Strategieentwicklung

Weltmeister werden nicht geboren – Weltmeister werden gemacht!

Vorher Überlegen macht nachher Überlegen! Gerade am Beispiel „unserer Weltmeister“ kann man wunderbar nachvollziehen, was die Bausteine für eine erfolgreiche Strategieentwicklung und deren Umsetzung sind und wie man sich am Schluss gegen harten Wettbewerb durchzusetzt, „auf dem Platz“ und in Unternehmen.

„Wir wollen Weltmeister werden!“

Dies war die klare Zielsetzung von Jogi Löw und seinem Team beim Start der Mission Brasilien 2014. Auch für Unternehmen ist eine begeisternde Mission nicht nur die Plattform für die anschließenden Aktivitäten, sondern hilft, Mitarbeiter/innen zu außergewöhnlichem Einsatz, Zusammenhalt und Zusammenspiel innerhalb der verschiedenen Abteilungen zu motivieren.

Dabei ist es egal, ob man sich vornimmt Weltmeister, Marktführer oder „Beliebtester Arbeitgeber“ zu werden, neue Geschäftsfelder und Märkte zu erschließen, oder besonders herausfordernde Absatzziele zu setzen. Die ideale Mission muss „greifbar“ und nachvollziehbar, gleichzeitig herausfordernd und machbar, aber auch messbar – bzgl. Zeithorizont und erwartetem Ergebnis – sein.

Verwirren auch Sie Ihre Wettbewerber mit einer „falsche Neun“?

Jogi Löw verwandelte konsequent die Stärken seiner Spieler mit einem entsprechenden Spielsystem zu Wettbewerbsvorteilen, z.B. mit Torwart M. Neuer als „Manni der Libero“ und mit ständig rotierenden Offensiv-Spielern, welche der Gegner nicht zu fassen bekam.

Die große Herausforderung für Führungskräfte in Unternehmen ist, herauszufinden, auf welche tatsächlichen Stärken man bauen kann und wie man diese in Wettbewerbs-Vorteile verwandelt. Dazu hat sich ein Cross-Funktionales Vorgehen, auch mit dem Blick über den „Tellerrand“, bewährt. Eigene Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen, externe Markt-Experten und speziell auch ausgewählte Geschäftspartner (z.B. Schlüssel-Kunden, Strateische Lieferanten oder Händler) werden sich über die eigentlichen Kernkompetenzen und Stärken des Unternehmens klar und stellen diese in den Mittelpunkt der Strategie-Entwicklung.

„Ihr müsst so viel leisten wie noch nie, und dann werdet ihr bekommen, was ihr noch nie hattet!“

Das war die Kabinenansprache von Jogi Löw kurz vor Anpfiff des WM-Finales gegen Argentinien. Gott sei Dank stand Bastian Kampf-Schweinsteiger dann tatsächlich öfters auf, als er „hingefallen wurde“, liess sich auch von einem blutenden Cut nicht aufhalten und führte die deutsche Mannschaft mit seiner Leidenschaft und seinem Siegeswillen zum Titel.

Albert Schweitzer hätte dazu gesagt: „Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige.“ Und dies betrifft nicht nur die Mannschaft im Spiel, oder die Mitarbeiter/innen im Unternehmen, sondern ganz besonders die jeweiligen Führungskräfte. Morgens der Erste, Abends der letzte ist hier der Anspruch an die Verantwortlichen. Vorleben statt nur „Vorbeten“, nicht von anderen verlangen, was man selbst nicht bereit ist zu tun. Selbstdarsteller, die sich bei Erfolgen in den Vordergrund drängen und bei Misserfolgen die Schuld beim Team suchen, werden deswegen als Führungspersönlichkeiten nicht akzeptiert, ob „an der Seitenlinie“ oder als Manager im Unternehmen.

„Wat wolln se denn: Eine erfolgreiche WM, oder solln wir wieder ausscheiden und haben schön gespielt?!

Diese Aussagen eines nach dem mühsamen 2:1 Sieg gegen Algerien sichtlich „angefressenen“ Per Mertesacker entsprechen nicht nur seiner tatsächlichen Gefühlslage, sondern stehen symbolhaft für die generelle Frage: „Hauptsache gewonnen, egal wie, oder lieber nüchtern Ergebnis von Leistung und Einflussfaktoren trennen und bzgl. Aufstellung, System und Taktik eventuell reagieren?

Oft scheitern die besten Strategien einfach an den Mühen des Tagesgeschäftes, kurzfristigen Rückschlägen, unvorhergesehen Einflüssen und dem Rückfall der Beteiligten in alte Verhaltensmuster. Auf dem Weg zum gesteckten Ziel gehört deswegen Durchhaltevermögen genauso dazu, wie bei Abweichungen vom Kurs schnell und entschlossen zu handeln. Hektische Anpassungen sind dabei genauso fehl am Platz, wie das sture Festhalten am einmal gewählten Kurs, nur um keine Schwäche zeigen zu wollen.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wurde noch kurz vor Beginn des Turnieres für die ausgerufene Zielvorgabe „Wir wollen Weltmeister werden“ von vielen belächelt und diese Aussage als unrealistisch abgetan. Von Spiel zu Spiel konnte man aber erkennen, dass dieser Anspruch nicht pure Überheblichkeit war, sondern auf dem Bewusstsein der eigenen Stärken, eines klaren Planes und vor allem dem unbedingten Willen aller Beteiligten beruhte. Oder wie es Fußball-Legende Pele einmal so treffend ausdrückte: „Erfolg ist kein Zufall. Er kommt zu uns durch harte Arbeit, Ausdauer, Lernen, Aufopferung und vor allem Liebe zu dem, was wir tun, oder lernen!“ Und dies nicht nur auf dem grünen Rasen, sondern genauso in Lederschuhen und mit Schlips.

(Ernst Holzmann)


 


 

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