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Beschluss

Streit um hessischen Kulturpreis beigelegt

(bo/ddp-hes). Der Streit um die Verleihung des hessischen Kulturpreises ist offiziell beigelegt. Das Kuratorium habe am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass alle vier Preisträger die Auszeichnung erhalten werden, teilte die Landesregierung in Wiesbaden mit. Dazu zählen der muslimische Schriftsteller Navid Kermani, Kardinal Karl Lehmann, der ehemalige Kirchenpräsident Peter Steinacker und der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Salomon Korn. Ein Termin für die Verleihung steht noch nicht fest.

Das Kuratorium sehe sich auch durch die Schwierigkeiten der vergangenen Monate darin bestärkt, mit der Verleihung des Kulturpreises für die Notwendigkeit eines verständnisvollen Umgangs der Religionen miteinander auf der Basis gemeinsamer kultureller Werte einzutreten. Das sei offenkundig, jedenfalls noch nicht, ohne Spannungen möglich, hieß es weiter. Um so mehr seien die Mitglieder des Kuratoriums erfreut, dass es nun doch wie erhofft zu einer gemeinsamen Verleihung des Kulturpreises komme.

Die hessische Staatskanzlei hatte Kermani im Mai dieses Jahres als Preisträger ausgeschlossen, weil die zwei Mitpreisträger Lehmann und Steinacker es abgelehnt hatten, den Preis zusammen mit Kermani zu empfangen. Beide hatten eine Bildbeschreibung Kermanis in der «Neuen Zürcher Zeitung» kritisiert, in der dieser ihrer Auffassung nach die Kreuzestheologie als «Gotteslästerung» ablehnte. Der hessische Kulturpreis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich für den interreligiösen Dialog in Deutschland engagieren.

(Redaktion)


 


 

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