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Aktuelle Studie

Grüne fordern Anhörung zu Gesundheitsgefährdungen durch Fluglärm

(bo/ddp-hes). Die Grünen im hessischen Landtag verlangen eine Anhörung im Landtag über eine aktuelle Studie zu Gesundheitsgefährdungen durch Fluglärm.

Die Ergebnisse der Expertise des Mediziners Eberhard Greiser seien «alarmierend», betonte der Sprecher für Flughafenpolitik Frank Kaufmann am Montag in Wiesbaden. «Die massiven gesundheitlichen Schäden, die besonders durch Nachtflüge entstehen, dürfen nicht länger übergangen werden, sondern müssen in die Überlegungen der Landesregierung einbezogen werden.» Unter anderem sei in der vorliegenden Studie der Zusammenhang zwischen Fluglärm und Herz- sowie Kreislaufkrankheiten wissenschaftlich «gut abgesichert».

Der Arzt Greiser hatte im Auftrag des Umweltbundesamtes eine Studie über den Zusammenhang verschiedener Erkrankungen mit der Belastung durch Fluglärm erstellt. Den Angaben zufolge bezog er dabei die Daten von mehr als einer Million Flughafenanwohnern in der Region um Köln und Bonn ein. Die Expertise habe ergeben, dass bereits ein Dauerschallpegel ab 40 Dezibel zu einem signifikant höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führe. Frauen, die in Flughafennähe wohnen, hätten darüber hinaus ein weitaus höheres Risiko, an Leukämie oder Brustkrebs zu erkranken als andere.

 Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) lehnte eine Anhörung im Landtag zu der Studie ab. Er nehme die Sorgen von Anwohnern sehr ernst, wehre sich aber dagegen, «das Thema Gesundheit für politische Zwecke zu emotionalisieren und zu missbrauchen», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montagausgabe).

(ddp)


 


 

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