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Armutsrisiko in Hessen eher gering

(bo/ddp-hes). Das Armutsrisiko ist in Hessen im Vergleich zu anderen Bundesländern relativ gering. Einer am Montag veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge erhalten neun Prozent der Einwohner Hessens staatliche Hilfe, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Diese Quote weise auch das Saarland auf. Laut der Expertise «Die Bundesländer im Standortwettbewerb 2010» ist nur in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz der Anteil von Menschen niedriger, der auf Transferleistungen angewiesen ist. Den Angaben zufolge besteht das größte Armutsrisiko in Berlin, wo ein Fünftel der Einwohner von Transferleistungen abhängig ist.

Für ihre Studie untersuchte die Stiftung neben der «sozialen Sicherheit» auch die Bereiche «Einkommen» und «Beschäftigung». Zwar besitze Hessen mit 35 300 Euro das höchste Bruttoinlandsprodukt aller Flächenländer und liege damit bundesweit auf Platz drei. Aber in der Kategorie «Wirtschaftswachstum» gehöre es zu «den weniger dynamischen Bundesländern». Das Wirtschaftswachstum sei «noch ausbaufähig». Hessen liege hier im bundesweiten Vergleich auf dem neunten Rang und damit unter dem Länderdurchschnitt.

Insgesamt zeigt sich bei der Studie im bundesweiten Vergleich sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Eine Ursache für den großen Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland sei außerdem im hohen Anteil junger Alleinerziehender im Osten zu sehen, da diese tendenziell eher von Armut bedroht seien als Paare.

(ddp)


 


 

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