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Tarifverhandlungen

ver.di und Lufthansa vertagen sich

(bo/ddp.djn). Die Tarifverhandlungen für das Boden- und Kabinenpersonal der Lufthansa im hessischen Seeheim sind am Mittwoch ohne konkretes Ergebnis vertagt worden.

Beide Seiten wollen am 7. und 8. Juni in Berlin die Gespräche in der dann vierten Runde fortsetzen, sagte eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. In der dritten Runde hätten «Vorüberlegungen» der Lufthansa zum Thema Altersteilzeit und zu Wertzeitkonten im Mittelpunkt gestanden. Diese habe die Gewerkschaft «zur Kenntnis genommen».

Vor Beginn der dritten Runde für die rund 50 000 Beschäftigten hatte ver.di ein verbessertes Angebot gefordert. Zuvor hatte die Konzerntarifkommission das von der Lufthansa vorgelegte Angebot als inakzeptabel zurückgewiesen. Die Tarifverhandlungen umfassen auch die Beschäftigten bei Lufthansa Systems, Lufthansa Service Gesellschaft (LSG), Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo.

 ver.di-Verhandlungsführer Erhard Ott kritisierte, dass Deutschlands größte Airline nicht von ihrer Forderung nach Kostenentlastungen abrücke. Damit stelle das Unternehmen bestehende Tarifverträge infrage.

Die Gewerkschaft fordert außerdem eine Tarifvereinbarung, durch die die Leiharbeit im Konzern begrenzt wird und die festlegt, unter welchen Bedingungen der Einsatz von Leiharbeitsbeschäftigten bei Lufthansa möglich ist. Darüber hinaus sollen Tarifverträge zur Ergebnisbeteiligung und zur Altersteilzeit geschlossen werden. Die Vergütungstarifverträge kündigte ver.di nicht. Allerdings behalten die Arbeitnehmervertreter es sich ausdrücklich vor, falls Lufthansa sich in den übrigen Handlungsfeldern nicht bewegt.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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