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17 Millionen Kundendaten

Telekom unterrichtete Innenministerium erst kürzlich über Datenklau

(bo/ddp.djn). Telekom-Chef René Obermann hat das Bundesinnenministerium nach dessen Angaben erst vor wenigen Tagen über den Diebstahl von 17 Millionen Kundendaten informiert. Beim Krisentreffen im Bundesinnenministerium zum Thema Datensicherheit im Juni habe Obermann nichts vom Verlust der Kundendaten berichtet, sagte eine Ministeriumssprecherin der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe) laut einem Vorabbericht. «Wir hatten bis vergangenen Donnerstag keine Kenntnis von den Vorgängen».

Auch die eigenen Aufsichtsräte informierte die Telekom bis vor
wenigen Tagen nicht über den Datendiebstahl. «Uns wird vieles erst
mitgeteilt, wenn Medien berichten», sagte T-Mobile-Aufsichtsrat Ado
Wilhelm der Zeitung. «Auch die Öffentlichkeit hätte informiert werden
müssen.»

Die Datenbank mit Millionen T-Mobil-Anschlüssen liegt nach
Informationen des Blattes immer noch bei dem Erotik-Unternehmer
Tobias Huch in Mainz, obwohl sich der Mann bereits 2006 bei der
Telekom gemeldet hatte. «Ich habe immer noch alle 17 Millionen
Kundendaten», sagte Huch dem Blatt. «Es hat mich sehr verwundert,
dass Telekom-Chef Obermann gesagt hat, die Daten seien nicht mehr im
Umlauf. Das ist Quatsch. Sie liegen bei mir. Aber ich will sie nicht
haben. Für mich sind sie ein Risiko.» Die Telekom habe ihn vor zwei
Jahren gebeten, die Daten aufzubewahren. Seitdem habe sich niemand
mehr bei ihm gemeldet, sagte Huch.

(rheinmain)


 


 

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