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Tendenz: Uneinheitlich

Nach den kräftigen Kursgewinnen der Vortage verloren internationale Staatsanleihen trotz eines sehr schwachen US- Arbeitsmarktberichtes (-240.000 offene Stellen, Arbeitslosenquote 6.3 %) und schwacher deutscher Produktionszahlen ihren Aufwärtsschwung. Nur langlaufende Eurobonds legten nochmals leicht zu, kurze und mittlere Fälligkeiten sowie US- Staatsanleihen litten dagegen unter Gewinnmitnahmen.

Die Erholung an den Aktienbörsen forderte ihren Tribut und stoppte zunächst
einmal die Flucht in sichere Anlagen. Der Bund- Kontrakt (117.78) schloss 18 Stellen fester, Schatz (106.175) und Bobl (113.22) gingen 7 bzw. 10 Ticks leichter aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 3.675 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 127 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 14 BP höher bei 3.825 %, der JGB- Future (137.27) notiert 15 Stellen tiefer. Der Euro befestigt sich auf 1.285 USD, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 63.6 Dollar.

In dieser Woche sollten Konjunktur- und Stimmungsindikatoren Bonds weiter begünstigen. Die Industrieproduktion Frankreichs (-0.6 %/-1.8 %), Italiens (-1 %/-3.7 %) und der gesamten Eurozone dürfte im September deutlich geschrumpft sein und die vorläufigen BIP- Zahlen für das 3.Quartal in
Deutschland, Spanien, Italien und der gesamten Eurozone maßgeblich negativ beeinflussen. Die Wachstumsprognose für den Euroraum im 3. Quartal wird am Freitag veröffentlicht.

Sentix- Indikator der Eurozone (-33 nach –27.8) heute und ZEW- Umfrage morgen werden zudem die trüben Konjunkturaussichten untermauern.
In Amerika stehen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, Einzelhandelsumsätze und das Verbrauchervertrauen der University of Michigan zum Wochenschluss auf der Agenda.

Am Primärmarkt versteigert das amerikanische Schatzamt in dieser Woche Bonds im Volumen von 55 Mrd. USD. Neben 20 Mrd. USD 10-jährigen und 10 Mrd. 30-jährigen werden heute bereits 25 Mrd. 3-jährige Notes angeboten. Tilgungen und Kuponzahlungen in Höhe von 53 Mrd. Euro sollten den
Markt allerdings entlasten. In der Eurozone beläuft sich das Emissionsvolumen auf 13-17 Mrd. Euro, Kuponzahlungen und Tilgungen stehen nicht auf dem Programm. Die Niederlande stocken einen bis 2011 laufenden um 2.5-4.5 Mrd. Euro auf, die Finanzagentur des Bundes begibt am Mittwoch eine neue 10-jährige Bundesanleihe über 7 Mrd. Euro. Italien emittiert zudem 4 Mrd. Euro BTPs, Großbritannien stockt 7-jährige Gilts um 3.5 Mrd. GBP auf und begibt 4 Mrd. GBP neue 3- Jährige.

Technik:
Der Bund- Future beendete die Woche am oberen Ende der Handelsspanne und schloss (117.78). 18 Stellen über Vortagsniveau. Im Wochenverlauf summierten sich die Gewinne auf stolze 186 Stellen. Der Aufwärtstrend ist weiter intakt, die Indikatoren sind nach oben gerichtet und die Widerstandszone
zwischen 117.72 und 117.82 (Hoch v. 24. /08.10.) wurde auf Schlusskursbasis überwunden.

Die nächsten Widerstände bei 118.01 (Hoch v. 06.11.), 118.23 und 118.48 (Jahreshoch). Der obere Rand des Trends verläuft im Wochenchart bei 118.86. Unterstützung finden wir bei 117.51, 117.25 und 117.01 (38.2 % bzw. 50 %von 116.01 bis 118.01), unter 116.77 (61.8 %) muss der Ausbruchsversuch als gescheitert angesehen werden.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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