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  • 22.12.2015, 11:20 Uhr
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  • Rhein-Main
Tourismus

Der Wandel von analog zu digital: Neue Technologie in der Hotellerie

Deutschland ist als Reiseziel so beliebt wie nie. Allein in den ersten neuen Monaten des Jahres 2015 kann mit 62 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste ein neuer Rekord verzeichnet werden (Quelle: Pressemitteilung Deutsche Zentrale für Tourismus). Besonders Köln habe sich mit einem Anstieg von 14,9 Prozent hervorgetan, die Hotelbranche der Rheinmetropole profitiere besonders vom Tagungs- und Messekalender. Gerade im Businessbereich ist dabei eine zunehmende Digitalisierung des Hotelbetriebs zu beobachten. Wer „up to date“ sein will, sollte über so manche Technikveränderung in seinem Haus nachdenken. Denn der Trend geht zur technologiebasierten Form des Buchens und Übernachten mit allen digitalen Vorteilen.

Mit dem Handy das Zimmer steuern: Buchen per App, bezahlen per Smartphone

Gerade Geschäftsreisende gehören zu den Spontanbuchern. 23 Prozent aller Businessgäste ordern ihre Übernachtung meist per Smartphone, meldet das Branchenmagazin Tophotel. Eine App zur Buchung ist fast schon eingeforderter Standard in der heutigen Hotelkommunikation. Damit kann von überall das Zimmer ausgewählt werden, hier kann online reserviert sowie ein- oder ausgecheckt werden. Auch Zusatzfunktionen wie Massage oder Restaurantreservierung sind oft in den Leistungen der Anwendung auf dem Handy inbegriffen. Die Vernetzung endet jedoch nicht an der Hoteltür, denn der Gast sollte nicht zu Hause besser mit Technik ausgestattet sein als im Hotel. „Stay Connected“ ist daher oft die Hausregel: In Business-Häusern wie bei Pullman wird Interaktivität ohne Limit großgeschrieben. Wi-Fi, Hightechausstattung bei Computern und Druckern sowie Apps zur Buchung verwalten, ändern und auch stornieren gehören inzwischen zum Standard. Die Schlange an der Rezeption ist hier Vergangenheit, ein besonderes Bedürfnis von Businessreisenden. Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts bestätigen, dass bis zu 91 Prozent aller Geschäftsreisenden auf ein schnelles Einchecken Wert legen. Die nächste Generation des Smartphones geht sogar noch weiter. Mit dem NFC-Chip (Near Field Communication) kann sogar zukünftig mit dem Handy die Zimmertür geöffnet werden und auch Kreditzahlungen veranlasst werden. Andere Hotels setzen auf diese Technologie in der Zimmerkarte ein: Wird der Raum verlassen, sendet die Technik den Fahrstuhl beispielsweise direkt in die entsprechende Etage.

Kurznachrichten als Dienstleistung: „WhatsApp“-Kanäle nutzen

Auch Nachrichtendienste halten Einzug in die Tourismusbranche. Als Streiknewsletter fungierte der Dienst „WhatsApp“ während zahlreiche Piloten die Arbeit verweigerten. Auch in einem Frankfurter Flughafenhotel ist der Kurznachrichtendienst inzwischen ein Teil des Serviceangebotes. So funktioniert die Gästebetreuung 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Die Werbung auf Social-Media-Angeboten und der Internetseite macht das digitale Konzept schließlich komplett. Ein weiteres Beispiel aus der Kulturbranche ist das Neandertal-Museum in Mettmann. Das Museum kann seit September 2014 per Kurznachricht kontaktiert werden. Denkbar ist diese Art der Kundenkommunikation nicht nur für Hotels, sondern auch für Reiseveranstalter und Reisebüros. Wie in einem offenen Chat könnten hier Fragen schnell beantwortet werden – von überall und zu jeder Zeit.

Das Telefon hat ausgedient: Tablet auf den Hotelzimmern

Die Digitalisierung macht auch nicht am Hotelzimmer selbst halt, denn auch hier zieht nach und nach die neueste Technik ein. Das Tablet ersetzt immer mehr das gute alte Zimmertelefon. Auch in der deutschen Hotelklassifizierung ist seit Kurzem bestätigt, dass ein Tablet-PC statt des Hoteltelefons im Zimmer sein kann. Das hat die Dehoga bestätigt. Wichtig ist, dass das Tablet auf dem Startdisplay eine Telefonfunktion vorweisen kann. Zudem müssen andere Zimmer auch mit dem Tablet erreichbar sein, ebenso wie die Rezeption. Die Bedienung sollte einfach gehalten und auch ohne Kopfhörer möglich sein. Der Vorteil für Hoteliers: Die Kosten eines klassischen Telefons entfallen, ebenso wie Anschluss und Kabel. Internet ist meist im Haus vorhanden und als W-LAN-Netz verbreitet. Der Gast kann zudem weitere Angebote hier nutzen: Speisekarten des Roomservice abrufen, das Spa-Angebot erkunden und buchen sowie Plätze im Restaurant reservieren. Die Docking-Station für das für Smartphones ist fast unverzichtbarer, das Hotel im Trend von Morgen bietet neben der Steckdose am Nachttisch auch einen USB-Zugang. Und auch am Fernseher macht die digitale Entwicklung nicht halt. Die Röhre hat längst ausgedient, es muss flach und smart sein. Die digitalen Video-on-Demand Dienste sind der Hotelgäste längst mehr Freund, als das reguläre Fernsehprogramm.

(Redaktion)


 


 

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