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Walter Hirche

Transrapid ist kein Flop

(bo/ddp.djn). Das vor dem Aus stehende Milliardenprojekt Transrapid ist nach Ansicht von Niedersachsens Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) kein verkehrspolitischer Flop. Der Transrapid fahre ja in China, sagte Hirche der Nachrichtenagentur ddp in Hannover. «Ein Flop ist allenfalls, dass es in Deutschland politisch nicht gelungen ist, den regionalen Flugverkehr zu ersetzen durch den Transrapid.«

Hirche betonte, dass in Belangen des Umweltschutzes alles für die Magnetschwebebahn-Technologie spreche. Auch angesichts der Be- und Überlastung der Bahnstrecken sei es sinnvoll, mit dem Transrapid ein gezieltes Hochgeschwindigkeitsnetz im Bereich 400 Stundenkilometer und darüber zu etablieren. Ob der ICE sich in Zukunft problemfrei in solche Geschwindigkeiten bringen lasse, sei fraglich. »Ich habe da meine Zweifel«, fügte der Minister hinzu.

Die Betreiberfirmen Siemens und ThyssenKrupp hatten jüngst mitgeteilt, dass sie die Transrapid-Technik für ausgereift halten und über Juni 2009 keine weiteren Testfahrten auf der Versuchsstrecke im Emsland mehr für notwendig halten. Nach dem Aus des Transrapid-Projekts in München ist derzeit allerdings kein Absatzmarkt in Sicht.

Hirche zufolge wird es daher für den Betrieb der Teststrecke nach dem 30. Juni vom Bundesverkehrsministerium voraussichtlich keine Zuschüsse mehr geben. »Ich bedaure sehr, dass dann Schluss sein soll", sagte er. Es bestehe die Gefahr, dass Deutschland mit dem Transrapid wieder eine neue Technik verspiele, wie dies bereits mit dem Fax-Gerät und dem MP3-Player der Fall gewesen sei.

(Redaktion)


 


 

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Walter Hirche
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