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Steuertipp

Übungsleiter: Steuervorteil durch Verluste

(bo/ddp.djn). Wer als Übungsleiter nebenberuflich tätig ist, kommt in den Genuss des sogenannten Übungsleiterfreibetrages und kann so bis zu 2100 Euro steuerfrei verdienen. Entweder man zieht den Freibetrag von den Einnahmen ab oder weist die tatsächlich entstandenen Kosten nach.

Was aber, wenn Verluste entstehen, weil die Kosten der
nebenberuflichen Tätigkeit höher sind als die Einnahmen? Derzeit
fallen die Kosten unter den Tisch, wenn nach Abzug der Ausgaben von
Ihren Einnahmen weniger als der Freibetrag übrig bleibt. Ein
Beispiel: Jemand verdient nebenberuflich 1800 Euro, hat aber 2800
Euro Ausgaben - den Verlust in Höhe von 1000 Euro könnte er dann
nicht geltend machen.

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (AZ: 7 K 3121/05) hat jetzt
jedoch entschieden, dass diese Regelung nicht zulässig ist. Denn
durch sie sind nebenberuflich Tätige im Nachteil gegenüber
hauptberuflich Tätigen, die Verluste geltend machen können. Da es
sich nur um ein Urteil eines Finanzgerichts handelt, sind die
Finanzämter nicht an die Entscheidung gebunden, trotzdem sollte
Einspruch eingelegt werden, wenn das eigene Finanzamt die Verluste
nicht anerkennen will. Auch eine Klage gegen eine Ablehnung kann den
gewünschten Erfolg bringen, wie das Urteil des Finanzgerichts
Berlin-Brandenburg zeigt.

(rheinmain)


 


 

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