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Unklarheit über Absetzbarkeit der Umzugskosten nach Scheidung

(bo/ddp.djn). Lassen sich Ehegatten scheiden und geben die gemeinsame Wohnung auf, können die Umzugskosten steuerlich nicht abgesetzt werden. Dann bei den Ausgaben handelt es sich um Kosten der Lebensführung, die steuerlich nicht berücksichtigt werden.

Ausnahmsweise können sie jedoch steuerlich absetzbar sein, wenn der Auszug aus der ehelichen Wohnung dazu führt, dass der Arbeitsplatz näher ist und die Fahrtzeit dadurch erheblich verkürzt wird. Eine solche erhebliche Verkürzung der Fahrzeit ist anzunehmen, wenn sich die Dauer der täglichen Hin- und Rückfahrt insgesamt um mindestens eine Stunde ermäßigt. Das Finanzgericht München (AZ: 6 K 683/08) konnte sich mit einer solchen Begründung jedoch nicht anfreunden.

Sie verweigerten die Anerkennung der Umzugskosten, weil der Wohnungswechsel ursächlich mit der Trennung zusammenhing. Allerdings hatte der Bundesfinanzhof aber gerade diese Argumentation bereits 2001 vermeiden wollen. In den damaligen Entscheidungen (BStBl. 2001 II S. 585 und BStBl. 2002 II S. 56) machten die Bundesrichter klar, dass es auf private Motive eben nicht ankäme, wenn die Fahrzeitersparnis zweifelsfrei feststeht.

Bildquelle: www.pixelio.de

(ddp/Redaktion)


 


 

Umzugskosten
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