Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Aktuell Recht & Steuern
Weitere Artikel
Rechtstipp

Unterhaltsabfindung nicht steuerlich absetzbar

(bo/ddp.djn). Vereinbaren Ehegatten im Zusammenhang mit einer Scheidung statt laufender Unterhaltszahlungen eine einmalige Abfindung, kann der unterhaltsverpflichtete Ehegatte den Abfindungsbetrag nicht als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Vielmehr könne er diese nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs nur wie laufende Zahlungen steuerlich anerkennen lassen.

Beim Realsplitting lassen sich so Unterhaltszahlungen mit
Zustimmung des Unterhaltsempfängers bis zu 13 805 Euro im
Kalenderjahr als Sonderausgaben berücksichtigen. Gleichzeitig muss
der Empfänger die Unterhaltszahlungen aber als sonstige Einkünfte
versteuern. Alternativ können Unterhaltsleistungen an den
geschiedenen Ehepartner bis zu 7680 Euro im Kalenderjahr als
außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

Die Obergrenzen gelten aber auch dann, wenn eine einmalige Zahlung
als «typischer Unterhaltsbedarf» geleistet wird, die im entschiedenen
Fall bei mehr als 750 000 Euro lag. Nur Leistungen, mit denen kein
typischer Unterhaltsbedarf, sondern ein besonderer und
außergewöhnlicher Bedarf abgedeckt wird beispielsweise Krankheits-
oder Heimpflegekosten, können ohne Obergrenze als außergewöhnliche
Belastung abgezogen werden.

Da in dem vorliegenden Fall aber kein außergewöhnlicher Bedarf
abgedeckt worden war, konnte der Mann nur einen Bruchteil der Kosten
steuerlich absetzen.

(rheinmain)


 


 

Unterhaltsabfindung
Rechtstipp
Unterhaltszahlungen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Unterhaltsabfindung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: