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Unterhaltsleistungen an Lebenspartnerin steuerlich absetzbar

(bo/ddp.djn). Wer seiner mittellosen Lebenspartnerin Unterhalt zahlt, kann diesen ohne Berücksichtigung der sogenannten Opfergrenze als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Das hat der Bundesfinanzhof (AZ: III R 23/07) entschieden. In dem Fall hatte ein Mann seiner Lebenspartnerin finanziell ausgeholfen und dafür Unterhaltsleistungen in seiner Steuererklärung geltend gemacht.

Die wollte das Finanzamt auch anerkennen, sie allerdings um die
sogenannte Opfergrenze kürzen. Allerdings kommt diese zur Anwendung,
damit Unterhaltsleistungen an nachrangige Angehörige nicht außer
Verhältnis zum Einkommen des Unterstützenden anerkannt werden müssen.
Kurzum: Wer nicht viel Geld hat, soll entfernte Verwandte nicht auch
noch steuermindernd unterstützen dürfen.

Der Bundesfinanzhof widersprach dem Finanzamt jedoch. Die
Opfergrenze sei auf Unterhaltsleistungen an den nichtehelichen
Partner nicht anzuwenden. Denn in einer nichtehelichen
Lebensgemeinschaft bestehe die Verpflichtung der Partner, die
finanziellen Mittel zu teilen, weil viele sozialrechtliche Ansprüche
durch das Zusammenleben verloren gehen oder gekürzt würden.

(rheinmain)


 


 

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