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Börse, 16. September

US-Bankenkrise lastet auf dem Aktienmarkt - DAX unter 6000 Punkten

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag im Sog der US-Bankenkrise erwartungsgemäß weiter nachgegeben. Einen Tag nach der Pleite der viertgrößten US-Investmentbank Lehman Brothers und dem Notverkauf des Bankhauses Merrill Lynch an die Bank of America verlor der Leitindex DAX bis 9.15 Uhr 1,8 Prozent auf 5956 Punkte. Der MDAX gab 1,3 Prozent auf 7665 Zähler nach, und der TecDAX büßte 2,2 Prozent auf 723 Punkte ein.

Händler verwiesen auf die schwachen Vorlagen aus den USA mit dem
stärksten Tagesverlust des Dow-Jones-Index seit dem Sommer 2002. Auch
die asiatischen Börsen gaben kräftig nach. Im Blick der Anleger steht
die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Dabei ist nun eine
Zinssenkung um 25 Basispunkte wahrscheinlich geworden. Ob eine
Zinssenkung dem Markt nachhaltig helfen kann, sei aber unsicher, hieß
es mit Blick auf die Finanzkrise. Der Ölpreis fiel am Morgen in New
York auf 91,65 Dollar.

An der New Yorker Wall Street verlor der Dow-Jones-Index am Montag
4,4 Prozent auf 10 917 Punkte. Der Nasdaq Composite sank um 3,6
Prozent auf 2229 Zähler. Der Euro wurde am Morgen zu 1,4232 Dollar
gehandelt, und damit etwas fester als am Vortag. Die Europäische
Zentralbank hatte am Montag einen Referenzkurs von 1,4151 Dollar
festgestellt.

Im DAX verloren Commerzbank weitere 10,6 Prozent auf 14,23 Euro.
Deutsche Postbank fielen um 5,5 Prozent auf 37,62 Euro. Deutsche Bank
verbilligten sich um 4,1 Prozent auf 52,06 Euro, und Allianz gaben
3,7 Prozent auf 100,17 Euro nach. Sechs Werte starteten mit zumeist
leichten Gewinnen. Angeführt wurden sie von Henkel, die 2,0 Prozent
auf 28,10 Euro zulegten. Fester notierten auch SAP, Lufthansa und
Deutsche Telekom.

Im MDAX führten Pfleiderer die Verlierer mit einem Minus von 3,5
Prozent auf 8,89 Euro an. Unter Druck standen auch K+S sowie Fuchs
Petrolub, die ebenfalls mehr als drei Prozent verloren. Gegen den
Trend behaupteten sich vor allem Rhön-Klinikum. Die Aktie gewann 1,5
Prozent auf 22,05 Euro.

Im TecDAX trennten sich die Anleger vor allem von Solarwerten. So
fielen Solon um 5,0 Prozent auf 34,50 Euro. Auch Phoenix Solar und
Centrotherm verloren deutlich. Einziger Wert im Plus waren Singulus,
die nach hohen Vortagesverlusten 1,7 Prozent auf 6,15 Euro gewannen.

(rheinmain)


 


 

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