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Marktkommentar Aktien - Helaba

US-Wirtschaft steht unter beträchtlichem Druck

Die US-Börsen starteten mit einem deutlichen Abschlag in den Handel. Bis zum Schluss konnte sich der Markt nicht nennenswert erholen und ging mit einem Abschlag von 7,7 % bei 8.150 Punkten aus dem Handel. Der S&P500 schloss 8,9 % schwächer bei 815 Zählern. Eingetrübte Konjunkturdaten sorgten dafür, dass die in der Vorwoche zu beobachtende Erholung der Aktienkurse ein Ende fand. Heute bleibt es von der Datenfront relativ ruhig.

 Zu erwähnen sind allenfalls die Kfz-Absatzzahlen in den USA, die eine erste Indikation für die Einzelhandelsumsätze im November liefern. Diese dürften im Trend nachlassen und auf die Konsumschwäche hinweisen. Sears
Holding und Staples Inc. werden ihre Zahlen für das 3. Quartal präsentieren. In beiden Fällen wird unterstellt, dass das Ergebnis unter dem des Vorjahreszeitraumes liegen wird. Bei Staples wird ein um lediglich einen Cent schwächeres EPS erwartet. In den USA ist der ISM-Index des Verarbeitenden
Gewerbes kräftig gefallen. Mit Werten von 36,2 liegt er auf dem tiefsten Stand seit mehr als 26 Jahren. Da auch die Beschäftigungskomponente gesunken ist, sind die Aussichten für den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht trübe. Vor diesem Hintergrund werden Erwartungen geschürt, dass die US-Notenbank trotz eines Leitzinsniveaus von 1,00 % weitere Lockerungen
beschließen wird. Darüber hinaus ist bei der Fed die Hinwendung zu einer Politik des quantitativen Lockerns (quantitative easing) zu beobachten – spätestens nach der Ankündigung, Hypothekenpapiere und forderungsbesicherte Wertpapiere im Volumen von 800 Mrd. USD zu
erwerben. Gleich zu Beginn des Handels markierte der Dax sein Tageshoch. In der Folge kannte der Dax nur noch eine Richtung – nach unten. Die schwachen Umsätze in der Aufwärtsbewegung und die zuletzt deutliche Zunahme von sogenannten Doji`s waren erste Vorboten für eine Bewegung nach
unten. Dass diese gleich so deutlich ausfallen würde, konnte man jedoch nicht erahnen. In diesem Umfeld überrascht es kaum, dass Aktienkurse gleich mehrerer Unternehmen neue Jahrestiefs markierten. Zu nennen sind unter anderem Deutz, Takkt, Sixt, Patrizia Immobilien und Solarparc. Unter den Sektoren verloren die Bereiche Basic Resources, Utilities und Insurance am deutlichsten. Positiv ragten im Dax die Papiere von Hypo
Real Estate heraus. Deutliche Abschläge mussten hingegen die Aktien von der Deutschen Bank, Allianz, Deutsche Börse, E.ON, sowie
K+S und ThyssenKrupp hinnehmen. Nach den deutlichen Kursgewinnen in der Vorwoche bietet es sich an, einen Blick auf den wöchentlichen
Chart des Dax zu werfen (siehe Grafik). Wie zu erkennen ist, ist der Ausbruchsversuch über die rot gekennzeichnete Abwärtslinie vorerst gescheitert. Zudem ist es aktuell nicht gelungen, den Level von 4.620 Zählern nachhaltig nach oben herauszunehmen. Unter den genannten Gesichtspunkten
wird die Wahrscheinlichkeit eines erneuten, deutlichen Rücksetzers nach unten im mittelfristigen Zeitfenster wieder deutlich größer. Ohnehin muss nochmals darauf hingewiesen werden, dass die zuletzt etablierte Aufwärtsbewegung definitionsgemäß nichts anderes als eine Korrekturbewegung
war.

Quelle: Helaba

(rheinmain)


 


 

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